Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Test: 18 Nachrüst-Türsicherungen gegen Einbruch. Darunter 6 Türschilde zum Schutz des Schließzylinders (PZ-Abstand 72 mm), 6 Schließzylinder mit Bohrschutz (davon 4 mit zusätzlichem Ziehschutz) und 6 Zusatzsicherungen (davon 3 Querriegelschlösser mit Sperrbügel, 2 Mehrfachverriegelungen und 1 Bandsicherung).

Einkauf der Prüfmuster im März / April 2003.

Preise: Anbieterbefragung im Mai und Juni 2003.

Abwertung

Die schlechteste Beurteilung in der Einbruchhemmung bestimmte das Urteil der Gruppe und damit auch das test-Qualitätsurteil.

Einbruchhemmung 70%

Prüfung der Türschilde entsprechend den Widerstandsklassen in Anlehnung an DIN EN 1906 „Schlösser und Baubeschläge, Türdrücker und Türknäufe, Anforderungen und Prüfverfahren“ (Mai 2002) und Entwurf DIN 18257 „Baubeschläge, Schutzbeschläge, Begriffe, Maße, Anforderungen, Kennzeichnung“. Kriterien: Prüfung der Maße, Verletzungsgefahr durch scharfe Ecken und Kanten, Festigkeitsprüfung des Türschildes und der Befestigungselemente mit einer Zugkraftmaschine. Prüfung der Widerstandsfähigkeit gegen Anbohren mit einer Handbohrmaschine und einem Hochgeschwindigkeitsbohrer von 6 mm und verdoppelter Anpresskraft von 400 N. Die Festigkeit des Kernziehschutzes wurde mit einer Vorrichtung nach DIN EN 1906 überprüft, der Widerstand gegen Abschlagen mit einem Flachmeißel sowie einer Pendelschlagprüfung nach DIN EN 1906.

Prüfung der Schließzylinder entsprechend den Gebrauchsklassen in Anlehnung an DIN EN 1303 „Schließzylinder für Schlösser“ (Mai 1998). Kriterien: Funktion bei extremen Temperaturen, Widerstandsfähigkeit gegen Aufbohren, Widerstandsfähigkeit des Schließzylinders und/oder Schließzylinderkerns gegen Zugkraft, Torsionsfestigkeit des Schließzylinders und/oder des Zylinderkerns. Die Widerstandsfähigkeit gegen Aufbohren wurde in Anlehnung an die schärferen Bedingungen der (nicht mehr gültigen) DIN 18254 geprüft.

Prüfung der Zusatzsicherungen (Querriegel- und Stangenriegelschlösser sowie eine Bandsicherung)in Anlehnung an den Entwurf DIN V 18104–1 „Einbruchhemmende Nachrüstprodukte“, Teil 1: An-forderungen und Prüfverfahren für aufschraubbare Nachrüstprodukte für Fenster und Türen (September 2000). Die Prüfmuster wurden nach den Angaben der Montageanleitung mit dem zugehörigen Montagematerial auf einer Aufnahme aus Schichtholz befestigt.

Montage 20% bzw. 30%

Fachleute prüften die schon beim Einkauf einsehbaren Produktinformationen (beispielsweise auf den Verpackungen). Dabei ging es um die Voraussetzungen der Montage an verschiedenen Türen und Türtypen, bauliche Bedingungen und Grenzen des Nachrüstprodukts. Prüfung der Montageanleitungen unter anderem auf vollständige Darstellung, Beschreibung der Befestigungsmittel und deren Verwendung; Festlegung der Befestigungspositionen, Hinweise zur Auswahl zusätzlich erforderlicher Schließzylinder und/oder Türschilde sowie Hinweise, dass bei Nichtbeachtung der angegebenen Voraussetzungen die einbruchhemmende Wirkung beeinträchtigt ist.

Bedienung 10%

Die Beurteilung der Handhabung erfolgte von fünf Fachleuten unter Anleitung eines Testleiters. Kriterien waren die Bedienungsanleitung sowie Pflege- und Wartungshinweise.

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