Sind Autofahrer nach einem Unfall beim Eintreffen der Polizei betrunken, riskieren sie den Schutz ihrer Vollkaskoversicherung. Das Oberlandesgericht Hamm hat klargestellt, dass der Versicherer ab einem Blutwert von 0,3 Promille die Leistung halbieren und bei höherem Alkoholwert weiter kürzen darf. Ab 1,1 Promille muss der Versicherer gar nicht zahlen (Az. I-20 U 74/10). Selbst wenn der Fahrer erst kurz nach dem Unfall trinkt, kann der Versicherer die Leistung streichen, urteilte das Kammergericht Berlin (Az. 6 U 209/09). Schließlich könne die Polizei nicht prüfen, wann genau der Fahrer getrunken habe, so die Richter.

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