Arbeitnehmer müssen auch nach dem Ausscheiden aus dem Betrieb dulden, dass der Exchef einen Werbefilm, in dem sie auftreten, öffent­lich zeigt. Das hat das Bundes­arbeits­gericht entschieden (Az. 8 AZR 1011/13). Der Kläger arbeitete für ein Klima- und Kälte­technik­unternehmen mit insgesamt etwa 30 Mitarbeitern. Im Herbst 2008 ließ der Chef einen Werbefilm drehen und stellte ihn ins Internet. Der Kläger tritt darin zweimal deutlich erkenn­bar auf. Drei Jahre später schied er aus der Firma aus. Er erklärte den Widerruf seiner Einwilligung zu den Film­aufnahmen und ihrer Veröffent­lichung. Er forderte seinen ehemaligen Chef auf, das Video aus dem Netz zu nehmen. Ohne Erfolg. Das Landes­arbeits­gericht wies seine Klage ab, und das Bundes­arbeits­gericht bestätigte das Urteil. Die Einwilligung zu Film­aufnahmen und ihrer Veröffent­lichung können Arbeitnehmer zwar beim Ausscheiden aus dem Betrieb widerrufen, müssen aber einen plausiblen Grund für den Widerruf nennen, erklärten die Richter am Bundes­arbeits­gericht in Erfurt.

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