Trolley von Tchibo Schnelltest

„Absolut smarte“ Produkte für den Mann bietet derzeit Tchibo an. Darunter Trolley-Koffer in drei unterschiedlichen Größen. Tchibo wirbt damit, dass ihre Kunden damit „auf die smarte Art reisen“ können und die Trolleys „extrem strapazierfähig“ sind. Werbung ist das eine - Tests sind das andere. Der mittlere Trolley für 24,99 Euro musste im Schnelltest zeigen, wie „smart“ er wirklich ist. Etwa: Ob er die Falltests besteht. test.de bringt die Ergebnisse.

Gut ausgestattet

Wer häufig mit Koffern, Rucksäcken oder Trolleys unterwegs ist, weiß eines zu schätzen: eine umfangreiche Ausstattung. Reisende müssen meist Zeitungen, Wasserflaschen oder Jacken schnell und komfortabel verstauen, um sie im nächsten Moment wieder herausziehen zu können. Dabei sollten sie den Trolley sicher abstellen können, ohne dass er umfällt. Mit dem Tchibo-Trolley geht all das gut. Er hat zwei zusätzliche Außentaschen, einen Gepäckriemen für die Befestigung von zusätzlichen Gepäckstücken und seine Rollen und die beiden Standfüße geben ihm stabilen Stand.

Unhandlicher Teleskopgriff

Die seitlich und oben angebrachten Tragegriffe sind stabil. Reisende können damit Treppen und andere Hürden meistern, ohne dass die Griffe ausleiern oder einreißen. Auch ansonsten lässt sich der Trolley gut handhaben. Reißverschlüsse und Schlösser gehen reibungslos auf und zu. Der Teleskopgriff liegt nicht optimal in der Hand, da er breit und relativ dünn ist. Doch die Prüfer waren zufrieden mit seiner Verstell- und Arretierbarkeit.

Hindernisparcours: Rollt und rollt und rollt

Eine Reise mit der Bahn oder Flugzeug strapaziert nicht nur den Menschen, sondern auch das Gepäckstück. Reisende ziehen, stoßen, drücken und werfen ihre Trolleys. Das Material wird dadurch stark belastet. Im Labor simulieren die Tester die Reiserealität. Der Rolltest: Die Prüfer stopfen den Koffer mit Filzwürfeln aus. Am Teleskopgriff hängt eine fünf Kilo schwere Tasche. Dann gehts ab auf den Rollenprüfstand, wo der Trolley festgehakt wird und in regelmäßigen Abständen Hindernisse auf ihn zukommen. Kein Problem für das Tchiboprodukt. Obwohl die Lager der Rollen am Trolley relativ großes Spiel hatten, meisterte er den Hindernisparcours zufriedenstellend.

Falltest: Auf Kante und Griff

Richtig hart wirds beim Falltest. Die Prüfer lassen den bepackten Trolley aus einer Höhe von einem Meter jeweils auf eine Kante fallen. Hier zeigt der Tchibo-Trolley seine erste Schwäche. Beim zweiten Fall ist ein Standfuß angebrochen. Das beeinträchtigte zwar nicht die Standfestigkeit, beim nächsten Crash kann der Fuß aber abbrechen. Im zweiten Teil des Falltests muss der Teleskopgriff zeigen, wie stabil er ist. Der Trolley fällt dabei mehrmals aus dem Stand seitlich auf den ausgezogenen Griff. Diesmal kein Problem für Tchibos Koffer: keine Schäden am Griff.

Wasserabweisend, aber nicht wasserdicht

Tchibo schreibt in seiner Werbung, dass das Außenmaterial „wasserundurchlässig“ ist. Doch Kunden sollten nun nicht glauben, dass sie einen wasserdichten Trolley kaufen. Denn bei diesem Trolley wie auch bei allen anderen Modellen dringt das Wasser ziemlich schnell durch Nähte und Reißverschlüsse ein. Im Trolley-Test 1/2004 gab es lediglich ein Modell, das wasserdicht war: einen Hardschalen-Trolley von Samsonite.

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