Hunde-Trockenfutter im Test: 5 von 28 sind sehr gut

So haben wir getestet

Im Test: 28 trockene Allein­futtermittel für ausgewachsene Hunde, darunter ein Bio-Produkt und acht Produkte mit spezieller Auslobung für ältere Hunde. Wir kauf­ten die Futter von Oktober bis Dezember 2020 ein. Die Preise erfragten wir bei den Anbietern im März und April 2021.

Ernährungs­physiologische Qualität: 60 %

Alle Futter wurden anonymisiert geprüft und als Allein­futter bewertet: Sie müssen als alleinige Nähr­stoff­quelle Hunde optimal versorgen. Wir bestimmten den Gehalt an Nähr­stoffen wie Fett, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und berechneten, was ein ausgewachsener, mäßig aktiver Hund von 15 Kilogramm braucht.

Unser Modell­hund entspricht in etwa dem deutschen Durch­schnitts­hund. Für die Seniorenfutter wählten wir als Modell ebenfalls einen 15 Kilogramm schweren Hund aus, dessen Energiebedarf aber 20 Prozent geringer ist als der des erwachsenen Modell­hunds.

Wir untersuchten, ob die Futter notwendige Nähr­stoff­mengen liefern und Höchst­grenzen nicht über­schreiten. Wir orientierten uns für das herkömm­liche Futter an Bedarfs­zahlen der Fediaf, einer Vereinigung europäischer Futtermittel­hersteller, und des US-amerikanischen National Research Council.

Für die Seniorenfutter leiteten Wissenschaftler für uns auf dieser Basis einen Maßstab ab, der Bewertungs­grund­lage war. Eine Auflistung der Methoden zur Bestimmung der relevanten Nähr­stoffe finden Sie weiter unten („Weitere Unter­suchungen“).

Fütterungs­hinweise: 15 %

Wir über­prüften, ob die angegebenen Futtermengen in etwa den Energiebedarf des jeweiligen Modell­hunds decken – auch, ob Angaben für Hunde anderer Gewichts­klassen stimmig sind.

Wir kontrollierten, ob Hinweise auf den Verpackungen standen, etwa zur Bereit­stellung von Wasser sowie zu Unterschieden hinsicht­lich Rasse, Aktivität oder Alter.

Schad­stoffe: 10 %

Wir untersuchten auf relevante Stoffe wie Blei, Arsen, Kadmium, Acrylamid und Mykotoxine.

Folgende Methoden haben wir einge­setzt:

  • Blei, Arsen, Kadmium: VDLUFA VII 2.2.3.1 nach Aufschluss gemäß Din EN 13805
  • Acrylamid: LC-MS/MS
  • Aflatoxin B1: Anlehnung an Din EN 14123
  • Desoxynivalenol (DON), Zearalenon (ZEA), Ochratoxin A (OTA): LC-MS/MS

Nutzerfreundlich­keit der Verpackung: 5 %

Drei Experten prüften, wie sich die Packungen öffnen, wieder verschließen und die Futter entnehmen lassen. Wir bewerteten die Recycling- und Entsorgungs­hinweise.

Deklaration und Werbeaussagen: 10 %

Hunde-Trockenfutter im Test - 5 von 28 sind sehr gut

Verzögerte Alterung? Futter allein bewirkt kein Anti-Aging. Rasse und Haltung spielen mit. Boschs Aussage ist über­trieben.

Wir prüften, ob die Angaben auf den Packungen – wie im Futtermittel­recht vorgeschrieben – voll­ständig und korrekt waren. Wir beur­teilten Abbildungen und Werbeaussagen, darunter auch die Plausibilität gesund­heits­bezogener Aussagen. Drei Experten bewerteten die Über­sicht­lich­keit und Lesbarkeit der Angaben.

Hunde-Trockenfutter im Test - 5 von 28 sind sehr gut

Keine Hormone. Für Fleisch aus EU-Tiermast sind Hormone verboten. Dano wirbt mit einer Selbst­verständlich­keit.

Weitere Unter­suchungen

  • Unter dem Mikroskop untersuchten wir die Trockenfutter auf Spuren tierischer Bestand­teile wie Haare, Horn, Borsten. Alle Produkte waren darin unauffäl­lig.
  • Mittels DNA-Analyse untersuchten wir die Futter auf 24 Säugetier- und Geflügel­arten. Dabei werden neben Zutaten auch Spuren erfasst, die zum Beispiel aus Produktionen mit anderen Rezepturen stammen.
  • Wir bestimmten den Zucker­gehalt in allen Produkten. Bei als getreidefrei gekenn­zeichneten Produkten/Rezepturen prüften wir auf Gluten und Reisbestand­teile.
  • Wir analysierten auch die Gesamt­keimzahl der Futter und testeten auf Salmonellen und Enterobakterien – beides fanden wir nicht.
  • In Anlehnung an die Verordnung (EG) Nr. 152/2009 bestimmten wir Trockenmasse/Feuchtig­keit, den Gehalt an Rohfett, Rohasche, Rohprotein, Rohfaser, Gesamt­zucker, Chlorid, Vitamin A, Vitamin E und die Aminosäure L-Tryptophan.
  • In Anlehnung an ASU L 06.00–2 bestimmten wir den pH-Wert.
  • Gemäß Din EN 17050 bestimmten wir den Jodgehalt.
  • In Anlehnung an VDLUFA VII 2.2.3.1 (nach Aufschluss gemäß Din EN 13805) prüften wir Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Zink, Kupfer, Eisen und Selen.
  • In Anlehnung an die Methode von Lineva et al. (2018) bestimmten wir den wasser- und säurelöslichen Phosphor.
  • In Anlehnung an Din EN 14122 analysierten wir den Gehalt an Vitamin B1, in Anlehnung an Din EN 12821 Vitamin D3 und D2.
  • Gemäß ASU L 00.00–63/2 bestimmten wir Betakarotin.
  • In Anlehnung an ASU F 0007 bestimmten wir die Aminosäuren (L-Arginin, L-Cystein, L-Histidin, L-Isoleucin, L-Leucin, L-Lysin, L-Methionin, L-Phenylalanin, L-Threonin, L-Tyrosin, L-Valin, L-Alanin, L-Asparaginsäure, L-Glutaminsäure, L-Glycin, L-Prolin, L-Serin und Taurin).
  • Die Verdaulich­keit des Rohproteins bestimmten wir gemäß VDLUFA III 4.2.1.
  • Nach Methode DGF C-VI 10 und 11d untersuchten wir das Fett­säurespektrum (darunter gesättigte, einfach ungesättigte, mehr­fach ungesättigte Fett­säuren, Trans­fett­säuren).
  • Stärke bestimmten wir enzymatisch.
  • Wir berechneten stick­stoff­freie Extrakte und Brenn­wert.
  • In Anlehnung an Methode ASU L 00.00–94 über­prüften wir den Inulin­gehalt, wenn die Futter auf dem Etikett Inulin ohne Mengen­angabe oder in Mengen ober­halb der Nach­weis­grenze von 0,5 % auslobten.
  • Mittels ELISA testeten wir die diejenigen Futter auf Gluten, die eine getreidefreie oder glutenfreie Rezeptur angaben. Mittels Realtime-PCR untersuchten wir als getreidefrei gekenn­zeichnete Futter auch auf Reisbestand­teile (Oryza sativa).
  • Im Futter enthaltene Tier­arten prüften wir qualitativ mittels PCR. Dabei testeten wir auf Rind/Bison, Schwein (Haus­schwein, Wild­schwein), Schaf, Ziege, Wasser­büffel, Pferd/Esel, Hase, (Wild-)Kanin­chen, Känguru, Huhn, Pute, Gans, Stock­ente, Moschus­ente, Strauß, Rehwild, Rothirsch, Damm­hirsch, Rentier, Springbock, Kamel, Hund, Katze, und Fasan.

Abwertungen

Durch Abwertungen – sie sind in der Tabelle mit *) gekenn­zeichnet – wirken sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil aus. Folgende Abwertungen setzten wir ein: Lauteten die Urteile für Deklaration, Schad­stoffe oder Fütterungs­hinweise ausreichend, wurde die Gesamt­note um eine halbe Note abge­wertet, bei mangelhaften Fütterungs­hinweisen um maximal eine Note.

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Test Hunde-Trockenfutter im Test 26.05.2021
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