Trinkwassersprudler Meldung

Mit Wassersprudlern lassen sich Durstlöscher selbst zaubern. Die prickeln zwar selten kräftig, können sich aber auszahlen.

Was immer mehr Bundesbürger erfrischt, bringt die Mineralwasserhersteller ins Schwitzen. Statt Kästen zu tragen, sprudelt bereits gut jeder vierte deutsche Haushalt Leitungswasser selbst auf. Ein paar Handgriffe genügen: Vor dem ersten Gebrauch ist ein Druckzylinder mit Kohlensäure in den Trinkwassersprudler einzusetzen. Dann wird die Sprudelflasche mit Leitungswasser gefüllt, eingedreht, mehrmals ein Knopf gedrückt und die gewünschte Menge Kohlensäure strömt ins Wasser. Voilà und prost!

Sparen mit dem Sprudler

Die Stiftung Warentest hat im vergangenen Jahr 14 Trinkwassersprudler getestet. Sechs davon machten ihre Sache „gut“, acht „befriedigend“. Vorneweg sprudelte der „Soda Club Cool“. Er ist noch im Handel und kostet laut Anbieter im Set 49 Euro. Es besteht aus dem Gerät, zwei PET-Flaschen und einem Kohlensäure-Zylinder.

Geht man von einem Mineralwasserpreis von 46 Cent pro Liter aus, gibt eine Familie, die jede Woche einen Kasten Mineralwasser leert, im Jahr dafür rund 201 Euro aus. Sprudelt sie selbst, etwa mit dem Testsieger, werden im ersten Jahr die 49 Euro für das Starter-Set fällig plus 23 Euro für den Kohlensäurezylinder zum Wechseln plus sechsmaliges Nachfüllen zu je 13,80 – macht insgesamt 154,80 Euro. Im zweiten Jahr, wenn nur noch die Zylinderfüllungen bezahlt werden müssen, sinken die Kosten auf 110,40 Euro. Dazu kommen noch bescheidene 1,30 Euro jährlich für das gezapfte Wasser.

Auch ein Single, der täglich eine 0,7-Liter-Flasche Mineralwasser trinkt, bleibt schon im ersten Jahr knapp unter den Kosten fürs Mineralwasser von 117,50 Euro. Danach zahlt er noch rund 65 Euro im Jahr fürs Zylindernachfüllen. Die Rechnung geht aber nur auf, wenn das gesprudelte Wasser auch getrunken wird. So führen die Mineralwasserhersteller ins Feld, dass 20 Prozent den Abfluss hinunterflössen. Um sicherzustellen, dass der Durstlöscher schmeckt, sollte man einige Tipps beherzigen. Wer stark perlendes Wasser liebt, könnte von den meisten Sprudlern aber enttäuscht werden.

Ein weiteres Problem ist die Dosierung. Oft hängt der Prickelfaktor stark davon ab, wer sprudelt. Denn ein Familienmitglied drückt mit Elan, ein anderes zaghaft. Nur mit dem „Wasser Maxx electronic“ gelang den Testern abgestufte Dosierung und kräftiges Prickeln. Bei ihm kommt es nämlich nicht auf Muskelkraft an. Wer Durst hat, wählt eine Sprudelstärke zwischen 1 und 6, drückt „Start“ und lässt den zeitgesteuerten Elektromotor für sich arbeiten: Der öffnet den Zylinder, die Kohlensäure strömt in die Flasche. Die Sprudelstärke lässt sich so stets zuverlässig dosieren – für stolze 69,90 Euro im Set.

Was die Sicherheit betrifft, sind hingegen alle Sprudler mit Überdruck- und Sicherheitsventil gut gerüstet. Auch die Trinkwasserqualität in Deutschland gibt keinen Anlass zur Sorge, sie wird streng kontrolliert. Über Nitratgehalt und Desinfektion mit Chlor informieren Wasserwerk oder Gesundheitsamt.

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