Trink­wasser im Test: Wasser aus 20 Städten und Gemeinden auf dem Prüf­stand

So lesen Sie die Tabelle

Mineralstoffe insgesamt. Auch Trink­wasser enthält Mineralstoffe: In 5 Wässern sind es mehr als 500 Milligramm pro Liter. Das entspricht bei Mineralwässern einem mitt­leren Mineral­stoff­gehalt. Für Frank­furt am Main ist eine Spanne angegeben, weil das Wasser an der Entnahme­stelle aus verschiedenen Werken kommen kann und sich die jeweiligen Mineral­stoff­gehalte deutlich unterscheiden.

Ober­irdische Verunreinigungen. In fast allen Proben gibt es diese Spuren unseres Lebens­stils. Haupt­sächlich fanden wir Rück­stände von Pflanzen­schutz­mitteln und ihrer Abbau­produkte sowie von der Industrie­chemikalie Triflour­essig­säure, die unter anderem auch als Abbau­produkt von Kälte­mitteln in Auto­klimaanlagen entsteht. Tri- und Tetra­chlore­then sind Lösungs­mittel, die etwa aus Metall­industrie und chemischer Reinigung stammen. Alle Konzentrationen waren unkritisch.

Trihalogen­methane. Wenn Trink­wasser mit Chlor desinfiziert wird, entstehen sie als Reaktions­produkte. Trihalogen­methane stehen in Verdacht, Krebs zu erregen. In sechs Wässern sind sie nach­weisbar – aber immer weit unter dem Grenz­wert.

Uran. Das Schwer­metall kommt in Gestein vor und kann in hohen Mengen vor allem den Nieren schaden. Alle neun Wässer, die Uran enthalten, unter­schreiten den Grenz­wert.

Arsen. In vier Wässern wiesen wir das giftige Halb­metall nach, das natürlicher­weise in Gestein vorkommt – stets unter­halb des Grenz­werts.

Chrom (VI). Chrom kommt in der Natur als Chrom (III) und Chrom (VI) vor. Im Wasser liegt nahezu nur das besser wasser­lösliche Chrom (VI) vor. Es ist krebs­er­regend. Wir fanden es in 18 der 20 Wässer. Für Chrom (VI) empfiehlt das Umwelt­bundes­amt einen Leit­wert für sicheres Trink­wasser von 0,3 Mikrogramm pro Liter. Drei Proben liegen leicht darüber, das Krebs­risiko gilt jedoch als sehr gering.

Nitrat. Es kommt in Gülle und Kunst­dünger vor, aber auch natürlicher­weise im Boden. Kein Wasser über­schreitet den Grenz­wert. Nitrat selbst ist ungefähr­lich, kann aber zu Nitrit reagieren und so bei Babys Blausucht auslösen. Unter­halb des Grenz­werts ist das nicht zu befürchten. Im Körper können aus Nitrat Nitrosamine entstehen, die im Tier­versuch Krebs erzeugten.

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