Trink­wasser im Test

So haben wir getestet

26.06.2019
Inhalt

Im Test. Wir haben Trink­wasser­proben aus 20 deutschen Städten und Gemeinden geprüft. Wir wählten die fünf einwohner­stärksten Städte aus (Berlin, Frank­furt am Main, Hamburg, Köln und München) sowie weitere 15 Orte – stell­vertretend für Regionen, bei denen wir von einer erhöhten Belastung mit Nitrat, Pestiziden, Arznei­mitteln, Chrom (VI) oder Uran ausgehen beziehungs­weise bei denen das Trink­wasser hinsicht­lich dieser Stoffe bereits aufgefallen ist. Die Proben nahmen wir im Februar 2019 jeweils in je einem ausgewählten öffent­lichen Gebäude, meist im Rathaus der Orte.

So nahmen wir die Proben. Die Proben zapfte unser akkreditierter Probenehmer anonym aus öffent­lich zugäng­lichen Wasser­hähnen, fast immer am Wasch­becken eines Herren-WC. Wir orientierten uns dabei an der Norm für die Trink­wasser­entnahme, DIN ISO 5667–5 für Trink­wasser. Die Wasser­hähne mussten sauber und dicht zuzu­machen sein. Stagnations­wasser ließen wir vorher ablaufen. Die Proben füllten wir in Flaschen, die wir mehr­mals mit dem jeweiligen Trink­wasser gespült hatten. Jeden Schritt der Probenahme protokollierten wir. Wir trans­portierten die Flaschen dunkel und gekühlt auf schnellstem Wege ins Labor.

So untersuchten wir. Wir prüften jede Trink­wasser­probe auf insgesamt 126 Para­meter:

  • Pflanzen­schutz­mittel und deren Metabolite sowie Süßstoffe, Korrosions­schutz­mittel, Trifluor­essig­säure, Sulfamidsäure (Amidosulfonsäure): gemäß DIN 38407–36:2014–09,
  • Glyphosat und Amino­methylp­hosphonsäure (Ampa): in Anlehnung an Methode DIN ISO 16308:2017–09,
  • Arznei- und Röntgen­kontrast­mittel: gemäß DIN 38407–47:2017–07,
  • Trihalogen­methane, Trichlore­then und Tetra­chlore­then: gemäß DIN EN ISO 17943:2016–10,
  • Komplex­bildner wie EDTA: gemäß DIN EN ISO 16588:2004–02,
  • Antimon, Arsen, Blei, Kadmium, Kupfer, Nickel, Uran: gemäß DIN EN ISO 17294–2:2017–01,
  • Chrom (VI) und Chromat: mittels IC-ICP-MS,
  • Nitrat: gemäß DIN EN ISO 10304–1:2009–07.

So befragten wir die Anbieter. Wir informierten vor der Veröffent­lichung jeden Wasser­versorger über die Probenahme und teilten ihm die Mess­ergeb­nisse mit. Außerdem stellten wir Fragen und baten um Analysedaten, auch zu Mineralstoffen. Aus den Analysedaten oder aus den auf den Webseiten der Wasser­versorger veröffent­lichten Mineral­stoff­gehalten berechneten wir den Gesamt­mineral­stoff­gehalt für jedes Trink­wasser.

26.06.2019
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