Trinkwasser Meldung

Im Januar trat eine neue Trinkwasserverordnung in Kraft, die einen strengeren Grenzwert für Blei im Trinkwasser festlegt. In manchen Altbauten sind noch immer Bleirohre verlegt. Sie können das ansonsten gesunde Trinkwasserbelasten. Im Wasserwerk wird die Qualität laufend kontrolliert.

Ab 1. Dezember 2003 sind nur noch 25 Mikrogramm Blei je Liter Wasser erlaubt statt der bisherigen 40 Mikrogramm. Damit wird es häufiger erforderlich, Bleileitungen auszutauschen. Denn laut Rechtsprechung gilt: Wenn der Grenzwert regelmäßig und deutlich überschritten wird, liegt ein Mangel der Mietsache vor. Das berechtigt den Mieter zu einer Mietminderung zwischen 5 und 10 Prozent. Und der Vermieter muss diesen Mangel beseitigen, notfalls die Bleirohre komplett austauschen.

  • Fragen Sie Ihren Vermieter oder – bei Eigentum – den Vorbesitzer, ob Bleirohre verlegt wurden. Betroffen sind vor allem Häuser, die bis 1935 erbaut wurden. Gelegentlich wurden Bleirohre auch noch bis 1973 verlegt.
  • Kontrollieren Sie die sichtbaren Leitungen, zum Beispiel im Keller vor und hinter dem Wasserzähler. Bleileitungen sind weich: Sie lassen sich mit dem Messer leicht einritzen und erscheinen silbergrau. Wenn man dagegen klopft, klingen sie dumpf.
  • Eigentümer sollten ihre Bleileitungen austauschen. Mieter können mit einer Messung kontrollieren, wie hoch der Bleigehalt ist. Werden hohe Werte festgestellt, haben sie gute Chancen, den Austausch zu verlangen und die Miete zu mindern. Der örtliche Mieterverein hilft dabei.
  • Verwenden Sie Wasser aus Bleileitungen nicht für Säuglingsnahrung. Erwachsene sollten es nur trinken, wenn sie es zuvor etwas ablaufen lassen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 656 Nutzer finden das hilfreich.