Trinken Meldung

Reichlich trinken ist gut. Es gibt aber seltene Ausnahmen, und zwar bei exzessiver Flüssigkeitsaufnahme. Das kann in Extremfällen – etwa bei Marathonläufen – sogar zum Tod führen. Normalerweise nimmt der Darm nur so viel Flüssigkeit auf, wie die Niere verarbeiten kann. Bei starker körperlicher Anstrengung funktioniert dieser Mechanismus aber nicht mehr. Wird dann übermäßig getrunken, kann es zu einer Wasservergiftung (Hyponatriämie) kommen. Dabei gerät der Elektrolythaushalt des Körpers durcheinander, weil zu wenig Natrium vorhanden ist – mit möglicherweise gravierenden Folgen für den Kreislauf. Für einen Marathonlauf reichen gewöhnlich 2 bis 3 Liter Wasser. 7 Liter und mehr können zu viel sein.

Für alle anderen, die sich nicht so verausgaben, gilt: Jeden Tag mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit trinken. Am besten gut über den Tag verteilt, denn der Mensch hat keinen Wasserspeicher. Der Körper braucht für die Stoffwechselprozesse rund um die Uhr Flüssigkeit. Reicht die nicht, wird sie aus dem ganzen Körper abgezogen: Das Blut wird dickflüssiger, das Herz muss härter arbeiten, um es durch die Adern zu pumpen. Mögliche Folgen: Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Schwindel, eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Vor allem, wenn es heiß wird und wir uns viel bewegen, fehlt die Flüssigkeit, die wir bei starkem Schwitzen verlieren. Dann kann man ruhig doppelt so viel trinken wie gewohnt.

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