Trickdiebe und Betrüger Meldung

Etliche Betrüger und Trickdiebe haben sich auf ältere Menschen spezialisiert. Sie nutzen in der Regel immer die gleichen Tricks, um an das Geld von Senioren zu kommen. Wer sie kennt, kann sich vor solchen Straftätern schützen. Darauf weist eine Broschüre des Bundes­familien­ministeriums hin. test.de informiert.

Täter kommen in die Wohnung

Die Broschüre „Rate mal, wer dran ist. So schützen Sie sich vor Betrügern und Trickdieben“ richtet sich vor allem an ältere Mitbürger. Senioren sind tagsüber häufig zu Hause, sprich „erreichbar“. Viele wohnen allein. Die Broschüre erläutert, wie Täter vorgehen und wie sich potenzielle Opfer gegen sie wehren können. Viele Diebe und Betrüger wirken seriös und glaubwürdig. Sie gelangen problemlos in die Wohnungen ihrer Opfer, die sie später bestehlen. Je nach Masche ist Diebstahl gar nicht mal notwendig. Stattdessen gibt ihnen das Opfer hilfsbereit Geld oder Wertgegenstände.

Beliebte Tricks

Täter oder Täterin arbeiten nach immer wiederkehrenden Maschen. Wer sie kennt, fällt nicht darauf rein:

  • Masche 1: Verwandtschaft. Der Täter täuscht vor, mit dem Opfer verwandt zu sein. In der Regel meldet er sich telefonisch. Er gibt sich zum Beispiel als Enkel aus, der in Geldnöten steckt. Ist das Opfer bereit, zu zahlen, holt ein „guter Freund“ das Geld ab. Tipp: Erkundigen Sie sich bei den Eltern Ihres Enkels, ob die Geschichte stimmt.
  • Masche 2: Hilfe. Der Täter bittet um Hilfe. Die Spannbreite der Themen ist vielfältig. Der Täter fragt nach einem Glas Wasser, nach Zettel und Stift oder darum, ob er kurz telefonieren dürfe. Das Ziel bleibt immer gleich: Er will in die Wohnung seines Opfers, um es später zu bestehlen. Tipp: Öffnen Sie die Tür nur mit eingehakter Sicherheitskette. Wenn Sie helfen möchten, reichen Sie das Gewünschte durch den Türspalt.
  • Masche 3: Auftrag. Der Täter täuscht einen Auftrag vor. Er kommt zum Beispiel von den Stadtwerken, täuscht eine Umfrage im Auftrag der Kommune vor oder Wartungsarbeiten der Hausverwaltung. Tipp: Sie müssen niemanden ohne weiteres in Ihre Wohnung hineinlassen. Erkundigen Sie sich nach dem Auftraggeber. Rufen Sie dort mit der Ihnen bekannten Telefonnummer an und vereinbaren Sie - wenn nötig - einen Termin.
  • Masche 4: Handwerker. Der Täter bietet seine Dienste scheinbar kostengünstig an. Als Handwerker getarnt, führt er die Arbeiten schlecht oder nur zum Schein aus. In der Regel möchte er Bargeld als Bezahlung. Tipp: Gehen Sie auf Nummer sicher. Holen Sie sich Vergleichsangebote ein. Zahlen Sie nicht in bar.
  • Masche 5: Geldwechseltrick. Der Täter spricht sein älteres Opfer auf der Straße an und fragt nach Wechselgeld. Das zieht sein Portemonnaie. Da viele Senioren nicht mehr gut sehen, „hilft“ der Täter bei der Suche nach Münzen und stiehlt en passant ein paar Geldscheine. Tipp: Halten Sie Abstand zum Hilfesuchenden. Lassen Sie sich nicht ins Portemonnaie greifen. Wenn Sie schlecht sehen, holen Sie sich einen „Münzspender“. Damit können Sie Ihr Hartgeld nach Größe und Wert sortiert mitnehmen.

Weitere Infos

Tipp: Weitere Tricks, Hinweise und Adressen finden Sie in der Broschüre „Rate mal, wer dran ist“. Das Bundes­familien­ministerium stellt sie online bereit. Sie können sie kostenlos herunterladen.

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