Trick­betrüger Meldung

„Wenn die Polizei anruft, muss es etwas Ernstes sein.“ Auf diesen Gedanken setzen Betrüger, die das Telefon manipulieren. Wer angerufen wird, sieht im Display die örtliche Nummer der Polizei – und glaubt, mit einem Beamten zu sprechen.

Energischer „Beamter“ am Telefon

Die Masche ist fies: Das Telefon klingelt und im Display erscheint die örtliche Nummer der Polizei. Anschließend fordert ein „Beamter“ in resolutem Ton energisch Geld vom Angerufenen. Gegen den Angerufenen laufe ein Straf­verfahren wegen Betrug. Er habe ein Gewinn­spiel abge­schlossen, aber nicht bezahlt. Nur bei sofortiger Zahlung könne die Anklage zurück­gezogen werden.

Masche auch mit Anruf vom Notar

Eine ähnliche Masche: Ein angeblicher Anwalt, Richter oder Notar ruft an, teils mit der Ankündigung, 6 000 Euro über­weisen zu wollen: Geld aus einem gewonnen Prozess gegen eine Glücks­spielfirma, bei der der Angerufene notiert war. Allerdings soll er vorab Honorar zahlen. Oder es heißt, seine Adresse sei an Gewinn­spielfirmen verkauft worden. Es sei gelungen, sie bei allen Spielen zu löschen, außer bei einem. Um dort zu kündigen, soll er ein Zeitungs­abo abschließen.

Täter sitzen in der Türkei

In Wahr­heit sitzen die Täter in der Türkei, so das Bundes­kriminal­amt. Mit spezieller Technik täuschen sie Rufnummern in Deutsch­land vor, teils die von echten Anwalts­kanzleien. Oft nennen sie den Angerufenen eine weitere deutsche Nummer, unter der sie zurück­rufen können. Statt die zu wählen, sollte man besser der nächsten Verbraucherzentrale Bescheid geben. Die Bundes­netz­agentur hat bereits einige der Nummern gesperrt.

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