Anwalts- und Gerichts­kosten: Einspruch einlegen

Seit dem Steuer­jahr 2013 erkennen die Finanz­ämter viele Kosten rund um Trennung und Scheidung nicht mehr als außergewöhnliche Belastung an. Der Bundes­finanzhof (BFH) muss jetzt entscheiden, ob Anwalts-, Notar- und Gerichts­kosten im Zusammen­hang mit einer Trennung und Scheidung absetz­bar sind.

Beim BFH anhängig sind Verfahren um Kosten für

  • Scheidung und Durch­führung des Versorgungs­ausgleichs (Az. VI R 66/14),
  • Klärung von Streit über Trennungs- und Aufstockungs­unterhalt, Zugewinn­ausgleich, Aufenthalts­bestimmungs­recht für die Kinder (Az. VI R 5/15),
  • Klärung von Streit über Umgangs­recht mit Kindern, Trennungs­unterhalt, Hausrat (Az. VI R 38/13),
  • Rege­lungen im Vorfeld der Scheidung (Az. IV R 81/14).

Geben Sie in Ihrer Steuererklärung alle gericht­lichen und außerge­richt­lichen Anwalts­honorare, Gebühren, Notar­kosten für eine Scheidungs­folgen­ver­einbarung an. Streicht das Amt die Kosten, legen Sie – wie im Musterbrief – Einspruch ein. Dadurch bleibt Ihr Steuerfall bis zur Klärung der Verfahren offen.

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