Trennung und Scheidung So wird es nicht unnötig teuer

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Trennung und Scheidung - So wird es nicht unnötig teuer
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Ist die Liebe aus, geht’s auch ums Geld. Für die Ex-Partner steigt dann fast immer die Steuerbelastung. Deshalb lohnt es sich, zumindest steuerlich noch an einem Strang zu ziehen. Das Finanztest-Special erklärt, wie eine Zusammen­ver­anlagung im Trennungs­jahr Steuern spart, wann ein Versöhnungs­versuch vom Fiskus belohnt wird und wie eine Haftung für die Steuerschulden des Ex ausgeschlossen werden kann. Außerdem gibt es eine Über­sicht über die wichtigsten einschlägigen Muster­prozesse, die beim Bundes­finanzhof (BFH) anhängig sind, etwa zur Durch­führung des Versorgungs­ausgleichs und zum Trennungs­unterhalt. Ein Muster­brief zeigt, wie Sie unter Berufung auf laufende BFH-Verfahren Einspruch gegen Ihren Steuer­bescheid einlegen können.

Inhalt

Ratgeber der Stiftung Warentest

Wer sich noch ausführ­licher über das Thema informieren will, findet in Aus und vorbei. Hilfe bei Trennung und Scheidung einen guten Ratgeber. Anschaulich und auf verständliche Art und Weise erläutern die Experten der Stiftung Warentest die recht­lichen und steuerlichen Folgen bei Trennung und Scheidung. Das Buch hat 192 Seiten und kostet 18,90 Euro (PDF-Download oder E-Book: 14,99 Euro).

Der Einstieg in den Finanztest-Artikel

„Zähne zusammenbeißen und noch bis zum nächsten Jahr gemein­sam unter einem Dach wohnen bleiben? Wegen der Steuer? Für zerrüttete Paare ist das oft undenk­bar. Steht für beide Partner fest, dass die Beziehung endgültig gescheitert ist, wollen sie so schnell wie möglich getrennte Wege gehen. Sie sollten trotzdem kurz an die Steuer denken, damit sie nicht gleich alle steuerlichen Vorteile verlieren, die Eheleute und Partner einer einge­tragenen Lebens­part­nerschaft genießen.“

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Profilbild Stiftung_Warentest am 10.07.2015 um 11:33 Uhr
Betreuungsfreibetrag / Einspruch

@Gutinga: Akzeptiert der Elternteil, bei dem das Kind nicht gemeldet ist, die Übertragung seines hälftigen Betreuungsfreibetrages auf den anderen Elternteil nicht, legt dieser einen Einspruch gegen den eigenen Steuerbescheid ein. Dieser Einspruch hat das Ziel, das ihm der Betreuungsfreibetrag wieder gewährt wird. Ist der Einspruch sachlich gerechtfertigt, so hat das Finanzamt den Steuerbescheid desjenigen Elternteils, auf dessen Antrag zunächst der Freibetrag übertragen wurde, nach § 175 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 AO zu ändern. Das Finanzamt prüft, ob der Elternteil, bei dem das Kind nicht gemeldet ist, Kinderbetreuungskosten trägt oder das Kind regelmäßig in einem nicht unwesentlichen Umfang betreut. (§32 Abs. 6 Satz 8 EStG).
Im BMF im Schreiben vom 28.6.2013, Rn. 11 finden Sie hierzu die Details:
http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Einkommensteuer/2013-06-28-freibetraege-kinder.pdf?__blob=publicationFile&v=1 (maa)

Gutinga am 10.07.2015 um 08:54 Uhr
Betreuungsunterhalt hälftig für beide Elternteile?

Sehr geehrte Redaktion,
zu ihrem obigen Artikel ist anzumerken, dass der 50 % ige Betreuungsfreibetrag dem nicht betreuenden Elternteil auf Antrag des betreuenden Elternteils durch das Finanzamt aberkannt wird, wenn der Betreuende dieses bei seinem zuständigen Finanzamt beantragt.
In der Folge erlässt das Finanzamt für den nicht betreuenden Elternteil einen Änderungsbescheid. M. W. kann dieser auch nicht erfolgreich durch Einspruch angefochten werden. Für den nicht betreuenden Elternteil bleibt einzig die Möglichkeit der Übertragung für die Folgejahre beim Finanzamt zu widersprechen.
Hierbei scheint es unerheblich zu sein, ob der geschiedene Partner mit einem Erwachsenen einen Haushalt bildet für den kein Kindergeldanspruch mehr besteht. Ich bitte um Prüfung und ggf. um Klarstellung.
Vielen Dank
Gutinga