Semicarbazid in Gläschendeckeln, aber auch Bierflaschen oder Soßengläsern darf jetzt nach einem Verbot der EU nicht mehr vorkommen. Den Stoff, der als Abbauprodukt des Treibmittels Azodicarbonamid beim Aufschäumen von Kunststoffdichtungen für Metalldeckel entsteht und auch in Lebensmittel übergeht, hat die Stiftung Warentest unter anderem in Babykost gefunden (siehe test 3/05).

In Tierversuchen hatte Semicarbazid eine schwach Krebs erregende, erbgutverändernde Wirkung. Offen ist, ob die Substanz für den Menschen ein Krebsrisiko ist. Es wird aber als eher gering eingestuft. Vor dem 1. August hergestellte Gläschen dürfen noch abverkauft werden. Von verschiedenen Herstellern wurde uns versichert, dass sie schon vor dem Verbot von Azodicarbonamid die Produktion umgestellt haben.

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