Transparenzgesetz Meldung

Gehälter von Topmanagern sind „top secret“ – noch. Mit einem neuen Gesetz will die Bundesregierung die Transparenz nun verbessern. Deutschlands Bosse sollen künftig ihre Einkommen offen legen – im Interesse der Aktionäre, denn Vorstandsgehälter sind Kosten und sollten in einem angemessenen Verhältnis zu den Leistungen stehen.

US-Konzerne, die am Kapitalmarkt eine Chance haben wollen, sind schon lange zur Transparenz gezwungen. Auch hierzulande soll nun der Deckel gelüftet werden, im April brachte der Bundestag das „Transparenz- und Publizitätsgesetz“ (TransPuG) auf den Weg. „Damit soll die Unternehmensführung und -kontrolle den internationalen Standards angepasst werden“, versichert das Bundesjustizministerium.

Ein wesentlicher Punkt sind die Einkommen der Vorstände. Sie sollen künftig dem jeweiligen geschäftlichen Erfolg – oder Misserfolg – eines Unternehmens angepasst werden und detailliert nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten für jedes einzelne Vorstandsmitglied im Geschäftsbericht veröffentlicht werden.

Die Angaben sind freiwillig. Bundesregierung und Börse rechnen nach In-Kraft-Treten des Gesetzes aber mit einer weitgehenden Offenlegung der millionenschweren Vorstandsbezüge.

Tipp: Die Bezüge der US-Bosse hat der amerikanische Gewerkschaftsbund unter www.aflcio.org veröffentlicht.

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