Behindert ein falsch geparktes Auto den Linienver­kehr einer Straßenbahn und muss deswegen ein Schienen­ersatz­verkehr einge­richtet werden, muss der Halter des Wagens sämtliche Kosten hierfür über­nehmen. Das urteilte das Amts­gericht Frank­furt am Main (Az. 32 C 3586/16 [72]).

Im vorliegenden Fall parkte der Beklagte sein Fahr­zeug so, dass es eine Straßenbahn rund eine Stunde lang dermaßen blockierte, dass eine Weiterfahrt unmöglich war. Für die Fahr­gäste richtete die Klägerin einen Schienen­ersatz­verkehr durch Taxis so lange ein, bis das Fahr­zeug abge­schleppt werden konnte.

Vom Auto­fahrer verlangte die Verkehrs­gesell­schaft die Über­nahme der Taxi­kosten in Hohe von 970 Euro. Begründung: Sie sei zur Ersatz­beför­derung laut Personenbe­förderungs­gesetz verpflichtet gewesen. Das Gericht schloss sich dieser Meinung an.

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