Tragbarer Fernseher von Aldi Nord Schnelltest

Aldi Nord bietet seit letzter Woche einen tragbaren Mini-Fernseher mit DVB-T Tuner für 57,99 Euro an. Der Schnelltest zeigt, was der Fernseher für unterwegs mit MP3-Funktion taugt.

Schneller Sender-Suchlauf, durchschnittlicher Akku

Auspacken, anschalten, Sender suchen: Nach rund zwei Minuten ist der tragbare Fernseher von Aldi Nord einsatzbereit. Der Hersteller empfiehlt jedoch, das Gerät zuvor drei Stunden zu laden. Wer sich genauer über die Funktionen des Geräts informieren möchte, dem hilft die übersichtliche Bedienungsanleitung. Beworben wird der Fernseher mit einem „Hochleistungsakku“. Im Test reichte die Energie für 2 Stunden und 20 Minuten – keine Spitzenleistung, sondern eher Durchschnitt.

Unkomfortables Einschalten, übersichtliches Menü

Die sechs Tasten links und rechts neben dem Display lassen sich bequem mit beiden Daumen bedienen – nachdem der Fernseher etwas schwergängig an der Unterseite eingeschaltet wurde. Ebenfalls unkomfortabel: Das Einstellen der Lautstärke erfordert ein wenig Geschick, denn die Tasten liegen bündig an der rechten Seite des Gerätes. Senderliste, Videotext und EPG (Electronic Programm Guide) können schnell über die Taste „OK“ aufgerufen werden. Das Menü ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Kleines Manko: Der TV-Empfang schaltet sich aus, wenn das Menü aufgerufen wird. Dann Helligkeit, Kontrast und Farbton einzustellen, gestaltet sich schwierig.

Spitzer Ton, scharfes Bild

Spitz und blechern: So klingt der eingebaute Lautsprecher. Für eine ruhige bis mäßig laute Umgebung gerade ausreichend. Etwas besser gerät die Klangqualität, wenn im Menü die Voreinstellung „Pop“ angewählt wird. Am besten ist jedoch, Kopfhörer über die 3,5 mm Klinkenbuchse anzuschließen. So wirkt der Ton natürlicher. Die Farben im 16:9 Display sind das bereits weitgehend. Das Bild wirkt scharf, Texte im Bild sind gut lesbar. Allerdings liegt die Auflösung unter derjenigen des Fernsehsignals. Zwei Zuschauer nebeneinander können mit dem Gerät fernsehen. Steht das Gerät jedoch nicht genau senkrecht zu den Augen, verändern sich Kontrast und Helligkeit sehr schnell. Außerhalb geschlossener Räume kann die Bildqualität auch rasch leiden: Direkte Sonneneinstrahlung und die spiegelnde Oberfläche des Displays machen dann das Fernsehen zum Teil unmöglich.

Empfang: Draußen gut, drinnen schwankend

Der Medion-Fernseher findet unter günstigen Bedingungen alle empfangbaren Fernseh- und Radiosender einer Region. Im Freien ist der Empfang gut, drinnen ist er abhängig vom Ort und der Ausrichtung der eingebauten Antenne. Nur wenige Aussetzer hatte das Gerät bei Autofahrten. In beiden Fällen lässt sich der Empfang durch den Anschluss einer externen Antenne verbessern.

Fernseher als MP3-Player

Ein Steckplatz für Speicherkarten ermöglicht es, unterwegs auch die eigenen MP3-Dateien hören zu können. Video-Dateien können die Nutzer des Gerätes jedoch darauf nicht anschauen. Die MP3-Dateien können direkt über das Menü angewählt werden. Die Ordner-Struktur der Speicherkarte übernimmt das Gerät allerdings nicht. Den richtigen Song zu finden gerät somit leicht zur Geduldsprobe.

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