Tragbare CD-Spieler im Schnelltest Schnelltest

Zwei Tage nach Lidl wartet Aldi-Nord mit einem tragbaren CD-Spieler auf. Der Preis liegt hier wie dort bei 44,99 Euro, die technischen Daten versprechen bei Aldi etwas mehr Leistung. Doch der entscheidende Punkt ist der Klang. Das Gerät aus dem Lidl-Angebot schnitt ziemlich mäßig ab. Obs der Rivale von Aldi besser kann, zeigt der Schnelltest.

Wenig Komfort

Erste kleine Enttäuschung nach dem Einkauf bei Aldi: Eine Kabelfernbedienung fehlt dem CD-Spieler mit dem klangvollen Namen MiroRadici. Nur am Gerät lässt sich die Lautstärke einstellen und gezielt bestimmte Lieder ansteuern. Beim Lidl-Angebot geht das auch mit einem Extra-Bedienteil, das mit einer Klammer an Hemd oder Jacke befestigt werden kann.

Hoher Stromverbrauch

Der CD-Spieler bei Aldi kommt mit Metallhydrid-Akkus mit etwas mehr Kapazität als das Lidl-Pendant daher. Aber: Der Aldi-Spieler ist trotzdem schneller am Ende. Beim Betrieb mit Musik-CDs hält er mit voll aufgeladenen Akkus nur rund anderthalb Stunden durch. Mit Alkali-Batterien sind es immerhin fast 6 Stunden, aber das Bench-Gerät von Lidl schaffte anderthalb Stunden mehr.

Mäßiger Klang

Der Klang fällt bei Verwendung der mitgelieferten Ohrhörer mäßig aus. Hohe Töne werden noch ganz anständig wiedergegeben. Von Bässen dagegen ist kaum etwas zu hören. Außerdem stört vor allem bei Einstellung geringer Lautstärke ein deutlich hörbares Grundrauschen. Besser wird der Klang bei Verwendung hochwertiger Ohrhörer. Vorteil gegenüber dem Lidl-Gerät: Der Aldi-Spieler schafft mehr Lautstärke. Fazit: Beim Klang liegt Aldi gegenüber Lidl deutlich vorn. Gute Geräte aus dem Vergleichstest 1/2003 sind allerdings noch einmal hörbar besser.

Wenig stoßempfindlich

Klarer Pluspunkt für den tragbaren CD-Spieler von Aldi: Bei Stößen und Vibrationen reagiert er weniger empfindlich als der Konkurrent von Lidl. Hier wie dort gibts allerdings zuweilen Schwierigkeiten mit selbstgebrannten CDs. Je nach Rohling und Qualität des verwendeten CD-Brenners brauchen beide Abspielgeräte zuweilen ziemlich lang, bis sie mit den Daten klarkommen. Genau so schwach wie beim Lidl-Gerät fällt die Fehlerkorrektur beim Aldi-Angebot aus. Bereits bei CDs mit recht kleinen Kratzern sind Störungen zu hören.

Auch WMA-Dateien hörbar

Letzter Pluspunkt für das Aldi-Gerät: Es spielt auch auf Daten-CDs gebrannte WMA-Dateien ab. WMA steht für Windows Media Audio. Doch der praktische Nutzen hält sich in Grenzen: Wer seine Musik selbst brennt, kann sich das Dateiformat aussuchen. Kauf-CDs mit Musik in Dateiform sind bislang selten. Nur bei einzelnen Anbietern im Internet kann Musik nur im WMA- und nicht auch im MP3-Format heruntergeladen werden.

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