Tragbare CD-MP3-Spieler/MD-Rekorder Test

Walkmen sind out, tragbare CD-Spieler sind in. Moderne Geräte spielen auch selbstgebrannte MP3-CDs. Vorteil: Bis zu zehn Stunden Musik passen auf eine Scheibe. Der Klang ist allerdings nicht berauschend. Erst die teureren CD-Spieler können überzeugen. Im Test: 13 tragbare CD-Spieler und zwei MD-Rekorder.

Der Kopfhörer entscheidet

Musik immer und überall: Tragbare CD-Spieler versüßen lange Bahnfahrten und bringen den Calypso an den Nordseestrand. Manche begleiten sogar beim Joggen. Beispiel: Sony D-CJ 501. Der bleibt auch bei Erschütterungen sehr gut im Takt. Was den Klang betrifft, sind die mobilen Geräte allerdings bescheiden: bestenfalls befriedigend, urteilten die Musik-Experten im Hörtest. Sie bewerteten Popmusik und Klassik über die mitgelieferten Kopfhörer. Die sind der Schwachpunkt: Sie klingen oft dürftig. Ein nachgekaufter Kopfhörer kann den Klang verbessern. Das gilt vor allem für die Modelle von Grundig, JVC und Panasonic.

Billigmodelle nur mäßig

Die getesteten CD-Spieler von elta, Quelle, Red Star und Rio Volt sind dagegen keine gute Wahl. Sie rauschen. Auch wenn ein hochwertiger Kopfhörer angeschlossen ist. Außerdem stören Nebengeräusche beim Suchlauf. Ähnliches gilt auch für den etwas teureren CD-Spieler Jamba!. Alle Geräte spielen auch selbstgebrannte CDs mit MP3-Dateien ab. Das Musikformat aus dem Internet verbraucht weniger Speicherplatz. Vorteil: bis zu 10 Stunden Musik passen auf eine normale 12-Zentimeter-CD. Auf die kleinere 8-Zentimeter-Maxi-CD passen bis zu drei Stunden MP3-Musik. Bei reduzierter Datenrate sogar noch mehr. Darunter leidet dann allerdings der Klang.

Besser mit Akku

Einige CD-Spieler entpuppten sich als wahre Batterievernichter. Beispiel: Grundig Mystixx CDP 9100 und Jamba! MP 125. Batteriekosten pro Stunde: 38 beziehungsweise 36 Cent. Zum Vergleich: Der Testsieger von Sony kostet nur 8 Cent pro Stunde. Spielzeit mit einem Batteriesatz: 46 Stunden. Nachteil: Das Gerät läuft nur mit Netzgerät oder Batterien. Akkus sind nicht vorgesehen. Gleiches gilt für die CD-Spieler Freecom Beatman-II, Philips Expanium 401 und Rio Volt SP 50. Alle anderen Modelle arbeiten wahlweise mit Netzteil, Batterien oder Akkus. Die wiederaufladbaren Speicherzellen schonen Umwelt und Portemonnaie.

Zu wenig Anzeigen

Auf eine MP3-CD passen bis zu zehn Stunden Musik. Da fällt der Überblick schwer. So genannte ID3-tags sollen helfen. Sie speichern Interpreten, Ordnernamen, Titelinfos und Spielzeit. Fehlanzeige bei den Geräten Freecom Beatman-II, Philips Expanium 401, JVC XL-PM 20, elta medi@ 8866 MP3 und Red Star MPCD-2010. Ihre Displays zeigen die ID3-tags nicht an. Die anderen CD-Spieler sind besser. Gut allerdings ist keiner.

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