Toxisches Schock­syndrom Meldung

Kleiner Wattebausch. Gute Hygiene hilft, Infektionen zu vermeiden.

Seit jüngst eine junge Britin an einer Blut­vergiftung durch einen Tampon starb, sind viele Frauen verunsichert. Packungs­beilagen weisen auf das sogenannte Toxische Schock­syndrom (TSS) hin, vielen Verwende­rinnen ist es aber unbe­kannt. TSS wird durch Staphylokokken ausgelöst, die Gifte abgeben. Die Bakterien sind in der Natur verbreitet. In die Scheide gelangen sie etwa durch schmutzige Hände oder Tampons. Wird der Tampon lange nicht gewechselt, können sich die Bakterien ideal vermehren. TSS ist sehr selten. Pro Jahr erkrankt 1 von 200 000 Personen, schätzt der Berufs­verband der Frauen­ärzte. Tampon-Anwende­rinnen hätten ein leicht erhöhtes Risiko. Richtig und früh erkannt lässt sich TSS gut behandeln. Symptome sind heftiger Kopf­schmerz, Blut­druck­abfall, Fieber und Ausschlag. Treten sie während der Regel abrupt auf, sollten Frauen den Tampon entfernen und zum Arzt gehen.

Tipp: Wechseln Sie Tampons regel­mäßig, waschen Sie davor die Hände. Nutzen Sie je nach Blutung die kleinste Größe. Wer auf Nummer sicher gehen will, trägt nachts Binden.

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