Bei der Ausübung der Totenfür­sorge ist der mutmaß­liche Wille des Verstorbenen entscheidend. Nachdem ein 60-jähriger Münchner starb, wollte ihn seine Frau in ihrem türkischen Heimatdorf beerdigen lassen. Die Mutter des Verstorbenen verlangte, dass er im Familien­grab zur letzten Ruhe kommt. Laut Gericht über­trage die Recht­sprechung das Recht der Totenfür­sorge auf den nächsten Angehörigen* des Verstorbenen, in dem Fall die Ehefrau. Da er zu Lebzeiten unterschiedliche Wünsche geäußert hatte, sei es denk­bar, dass er sich mit verschiedenen Möglich­keiten angefreundet habe. Beerdige sie ihn in der Türkei, bewege sie sich im Rahmen des mutmaß­lichen Willens des Verstorbenen, urteilte das Amts­gericht München (Az. 171 C 12772/15).

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* Korrigiert am 05.12.2016.

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