Um durchschnittlich 8,4 Prozent pro Jahr hat der globale Aktienmarkt in den vergangenen 20 Jahren zugelegt. Wer davon profitieren und dennoch das Risiko möglichst stark begrenzen will, ist mit Indexfonds gut beraten. Bei dieser Fondsvariante werden die Aktien gekauft, die in einem Index enthalten sind. Zum Beispiel Aktien des MSCI-World, der möglichst getreu die Entwicklung der weltweiten Aktienmärkte wiedergeben will. Ein Indexfonds kann deshalb nie zu den absoluten Top-Fonds gehören, denn er entwickelt sich immer analog zum Gesamtmarkt.

Dagegen sucht ein gemanagter Fonds nur bestimmte Aktien heraus und hofft, dass sie überdurchschnittlich laufen. Das kann klappen – aber auch nicht: Die laufenden Vergleiche von Finanztest zeigen, dass sich zwei Drittel der gemanagten Fonds schlechter entwickeln als ihr Index.

Neben dem MSCI-World bieten auch Indexfonds für Europa eine breite Streuung über Länder und Branchen. Die Indizes Stoxx 50 und EuroStoxx 50 enthalten je 50 Aktien europäischer Großkonzerne. Wir raten aber zu Indexfonds auf den 600 Aktien starken DJ Stoxx 600 Europa und den etwa 300 Aktien umfassenden DJ EuroStoxx Euroland oder die MSCI-Indizes für Europa. Für Anleger, die sich auf Deutsch-land konzentrieren wollen, ist der MSCI-Index erste Wahl, doch viele Fonds konzentrieren sich auf den Deutschen Aktienindex Dax. Wer noch vorsichtiger ist und lieber auf festverzinsliche Wertpapiere setzt, wählt einen Renten-Indexfonds.

Die Tabelle zeigt kostengünstige Fonds. Einige nehmen einen Ausgabeaufschlag, bei anderen – börsengehandelten – drücken sich die Kaufkosten im Spread aus, der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Die Isin ist die Kennnummer, mit der jeder Fonds identifizierbar ist. Weitere Informationen finden Sie im aktuellen Finanztest 5/06.

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