Große Vielfalt: 10 000 Sorten weltweit

Die Welt der Tomaten ist bunt: Es gibt sie in knallrot, orange, gelb, violett, grün und sogar getigert.

Ursprünglich kommt die Tomate aus den südamerikanischen Anden. Spanische Eroberer brachten sie mit nach Europa, wo sie zunächst als Zierpflanze angebaut wurde. Man hielt den Liebesapfel für giftig oder aphrodisierend. Erst nach dem Ersten Weltkrieg begann der Siegeszug der Tomate in Deutschland. Heute ist sie hierzulande das liebste Ge­­müse. Knapp 21 Kilogramm verzehren die Deutschen pro Kopf und Jahr, davon 10 Kilo als To­ma­ten­kon­serven und Ketchup. Weltweit soll es mehr als 10 000 Tomatensorten geben. Das Bundessortenamt hat in Deutschland Saatgut für 29 Sorten zugelassen. In der EU sind es derzeit mehr als 2 300, für gentechnisch verän­der­te gibt es aber keine Zulassung. Im Handel dominiert die rote To­mate. Liebhaber bauen dagegen gern Exoten an. Sie im großen Stil zu ver­markten, ist aber schwierig. Interessenge­mein­schaften wie der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt haben es sich zur Aufgabe gemacht, alte Sorten zu schützen.

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