Lycopin: Für die Abwehrkraft

Tomatenkonserven Test

Eine runde Sache auch für die Gesundheit.

Tomaten sind gesund, obwohl sie zu rund 95 Prozent aus Wasser bestehen. Doch in ihnen stecken auch Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Besonders wertvoll sind sie durch die sekundären Pflanzenstoffe Betacarotin und Lycopin. Sie wirken im Körper antioxidativ, das heißt, sie hemmen sauerstoffhaltige Moleküle (freie Radikale), die Zelle und Zellkern schädigen können. Betacarotin wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt und ist gut für die Augen. Weitere Antioxidanzien sind zum Beispiel Polyphenole und Vitamin C. Ihre Sum­me kann inzwischen als „antio­xidatives Potenzial“ gemessen werden.

Gesund mit Lycopin

Lycopin ist mit 90 Prozent das do­minierende Karotinoid in der To­mate. Auch Betacarotin spielt eine wichtige Rolle. Lycopin senkt das Krebsrisiko in Prostata, Lunge und Magen. Es schützt auch vor Herzerkrankungen und stärkt die Körperzellen zum Beispiel gegen Bakterien, Pilze und Viren. Wie Fruchtsäuren, zum Beispiel Chlorogensäure, hemmt Lycopin die Bildung Krebs erzeugender Nitrosamine im Darm. Ein weiteres Plus des Pflanzenstoffs: Es soll als natürlicher Sonnenschutz für die Haut wirken. Vorsicht: Wer zu Nierensteinen neigt und wenig trinkt, sollte Tomaten nur selten essen. Sie enthalten steinbildende Oxalsäure.

Übrigens: Isoliertes Lycopin wirkt offensichtlich nicht. Ergebnis einer Untersuchung der Universitäten von Illinois und Ohio in den USA: Nagetiere, die Tomatenpulver bekamen, hatten ein geringeres Risiko für Prostatakrebs als Artgenossen, die reines Lycopin oder eine Kontrollsubstanz erhalten hatten.

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