Lykopin: Gesundes Rot

Tomatenketchup Test

Das Karotino­id Lykopin in Tomaten wirkt im Körper antioxidativ. Es wehrt sogenannte freie Radikale ab, die Zellen und Zellkerne schädigen können. Eine lykopinreiche Ernährung gilt als natürlicher leichter Sonnenschutz für die Haut und kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Lykopin aus Tomaten oder Tomatenprodukten soll Ablagerungen in den Arterien weitgehend verhindern und Arteriosklerose vorbeugen. Einzige schlechte Nachricht: Nach einer neuen Langzeitstudie mit 28 000 Männern schützt Lykopin offenbar doch nicht vor Prostatakrebs.

Lykopin-Bombe Ketchup. Der Anteil an Lykopin in Tomaten unterliegt starken natürlichen Schwankungen. Auch die Lykopin-Konzentration im Ketchup kann somit variieren. In jedem Fall aber ist sie in Ketchup und anderen erhitzten Tomatenprodukten weitaus höher als in rohen Früchten. Zum Vergleich: Frische Tomaten bieten nur rund 3 Milli­gramm Lykopin je 100 Gramm, die Ketchups im Test bis zu 28,4 Milli­gramm. Der Grund: Zerkleinern und Erhitzen bricht die Struktur der Fruchtzellen auf, das Lykopin ist besser verfügbar. Der Körper kann mehr davon aufnehmen. Noch besser verwertet er den Pflanzenstoff mit ein wenig Fett.

Weitere Lykopin-Quellen. Von Natur aus kommt Lykopin zum Beispiel auch in Wassermelonen, Papayas, rosa Grapefruits und Hagebutten vor.

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