Wer nach China reist, zum Beispiel zu den Olympischen Spielen in Peking, sollte sich eventuell gegen Tollwut impfen lassen. Reisemediziner weisen darauf hin, dass es in China einen starken Anstieg von Hunde-Tollwut gibt. In China werden Hunde auch in Städten als Haustiere immer beliebter, sind aber häufig nicht gegen Tollwut geimpft. 2007 starben in China über 3 000 Menschen an den Folgen der Tollwut. Gefährdet sind vor allem Reisende, die sich länger in China aufhalten. Kontakt zu Hunden und anderen Tieren sollte vermieden werden. Sie übertragen Tollwutviren mit dem Speichel. Zwar führt nur jeder fünfte Kontakt mit dem Erreger zum Ausbruch der Erkrankung. Doch dann endet sie bei Ungeimpften tödlich.

Für einen vollständigen Impfschutz sind in der Regel drei Impfungen notwendig. Etwa fünf Wochen vor Reisebeginn mit der Impfserie beginnen. Der Impfschutz hält zwei bis fünf Jahre an. Wer von einem tollwutverdächtigen Tier gebissen wird, sollte die Wunde mit Seifenlauge auswaschen. Außerdem muss nachträglich passiv geimpft werden. Zusätzlich werden Antikörper gegen Tollwuterreger gegeben. Lassen Sie sich von einem Tropenmediziner beraten.

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