Die Erben eines Verstorbenen müssen dessen Miete nur dann weiterzahlen, bis der Vertrag gekündigt ist, wenn der Nach­lass so viel Geld hergibt. Der Bundes­gerichts­hof (BGH) wies die Klage eines Vermieters ab.

Der Mieter war im Oktober 2008 verstorben. Der Miet­vertrag endete erst drei Monate später. Der Vermieter forderte vom Sohn die ausstehenden Mieten und Ersatz für Schäden und fehlende Schön­heits­reparaturen – insgesamt fast 8 000 Euro. Der Sohn weigerte sich zu zahlen, da er nichts von Wert geerbt hatte.

Der BGH gab dem Sohn recht. Der Erbe könne seine Haftung für die Mietschulden auf den Nach­lass beschränken (Az. VIII ZR 68/12). Er muss dann nur den Nach­lass an die Gläubiger heraus­geben und nicht aus eigener Tasche zahlen. Alternativ kann der Sohn das Erbe auch ausschlagen. Das muss er inner­halb von sechs Wochen ab Kennt­nis vom Erbfall beim Nach­lass­gericht oder vor einem Notar erklären.

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