Hell bis dunkel. Beim Testsieger Krups ist die Regulierung nicht optimal. Der Toaster ermöglicht aber mehrere brauch­bare Röst­grade.

Hell bis dunkel. Beim Testsieger Krups ist die Regulierung nicht optimal. Der Toaster ermöglicht aber mehrere brauch­bare Röst­grade.

Jede Scheibe gleich­mäßig gold­braun rösten – das gelingt dem Testsieger von Krups am besten. Bei einigen Geräten kann man sich schnell die Finger verbrennen.

Wochen­lang duftet es im Labor nach frisch geröstetem Toast­brot. Aus 17 Toastern – davon vier Modellen mit nur einem Schlitz – hüpfen die Scheiben. Viele sind eben­mäßig und kross gebräunt, einfach zum Reinbeißen.

Selbst­verständlich ist das auch mehr als 100 Jahre nach Erfindung des elektrischen Brot­rösters noch nicht: Aus einigen Geräten kommt der Toast mal blass, mal dunkel. Manche Scheiben sind am Rand noch labberig, in der Mitte bereits kräftig geröstet. Im Labor fallen auch Toaster unangenehm auf, die fertige Scheiben nicht weit genug aus dem heißen Gerät heraus­heben.

Nur fünf Toaster schneiden gut ab. Klar vorn landet der Krups KH 442. Er toastet am besten, wenn auch etwas lang­sam. Zwei Geräte sind mangelhaft: Bei ihnen werden Oberflächen oder Griffe viel zu heiß.

Von zu blass bis kohlraben­schwarz

Extrem. Der Bosch liefert nur bei einer Regler­einstellung mittel­braune Toasts. Auf den letzten Stufen verbrennt das Brot.

Extrem. Der Bosch liefert nur bei einer Regler­einstellung mittel­braune Toasts. Auf den letzten Stufen verbrennt das Brot.

Beim Herz­stück der Unter­suchung, der Funk­tions­prüfung, ermitteln die Tester zunächst, ob es die Geräte schaffen, den Toast­scheiben verschiedene genieß­bare Röst­grade zu geben. Ergebnis: Die Regler von Bosch, Kitchen Aid, Philips und Domo erlauben nur wenige sinn­volle Einstel­lungen. Beim Bosch bleibt der Toast auf den ersten Stufen hell, wird auf der mitt­leren fleckig braun und auf den letzten Stufen verkohlt. Nur De‘Longhi röstet wie gewünscht – von leicht ange­toastet bis dunkel-kross. Um zu prüfen, wie konstant die Geräte arbeiten, wählen die Tester jeweils die Stufe aus, die eine mitt­lere Bräunung liefert. Pro Gerät vergleichen sie dann zehn getoastete Scheiben. Die Hälfte der Modelle röstet erfreulich konstant. Severin wirft dagegen oft zu helle Scheiben aus, Siemens mal recht blasse, mal stark gebräunte.

Tipp: Angebrannter Toast gehört in den Müll. Beim Rösten entsteht Acrylamid. Die Substanz erzeugte im Tier­versuch Krebs und schädigte das Erbgut. Je dunkler geröstet, desto stärker ist das Brot belastet.

Toast­scheiben schwer entnehm­bar

Brötchen im Blick. Vier Toaster eignen sich sehr gut zum Aufbacken.

Fertigen Toast schieben alle Prüf­linge auto­matisch nach oben – viele jedoch nicht weit genug. Die Vorgaben für das Siegel Geprüfte Sicherheit (GS-Zeichen) verlangen, dass die Scheiben mindestens zwei Zenti­meter über die Oberkante des Toasters ragen.

Gut zwei Drittel der Geräte schaffen das nicht. Die während des Röstens geschrumpften Toasts ragen bei einigen kaum oder gar nicht heraus. Zwar lassen sich die Scheiben fast bei allen mit dem Brotheber nach oben schieben, bei De‘Longhi, Moulinex, Philips, Domo und Russell Hobbs bringt das jedoch wenig – im schlimmsten Fall verbrennen sich Nutzer am heißen Schlitz die Finger. Kitchen Aid hat nicht einmal einen Brotheber, um Abhilfe zu schaffen.

Finger weg von heißen Kisten

Beim Russell Hobbs droht auch an den metallenen Außenflächen Verbrennungs­gefahr. Sie erreichen mehr als 90 Grad. Sogar noch heißer können die Plastikgriffe am Brötchen­aufsatz des Alaska-Toasters von Real werden. OK und Russell Hobbs schwächeln im Dauer­test: Bei ihnen versagt der Brotheber. Bei OK, dem Toaster von Media Markt und Saturn, ist zudem die Krümel­schublade fummelig. Krümel sollten jedoch regel­mäßig entfernt werden, sonst riecht es beim Frühstück bald verbrannt.

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