Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Test: 30 Toastbrote, davon 15 Buttertoasts, 8 Vollkorn- beziehungsweise Mehrkorntoasts sowie 7 Sandwichbrote.

Einkauf der Prüfmuster: Januar 2004. Alle Ergebnisse und Bewertungen beziehen sich auf Prüfmuster mit dem angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum.

Preise: Anbieterbefragung / Ermittlung im Handel: Februar 2004.

Abwertung

Das test-Qualitätsurteil konnte maximal eine halbe Stufe besser sein als das Urteil „Sensorische Fehlerfreiheit“ oder das Urteil „Mikrobiologische Qualität“.

Sensorische Fehlerfreihei: 35%

Fünf Brotexperten prüften Aussehen, Geruch, Geschmack, Mundgefühl und Nachgeschmack der ungetoasteten sowie getoasteten Produkte. Anschließend wurde ein Konsens für die sensorische Beschreibung zwischen allen Prüfern erarbeitet.

Mikrobiologische Qualität: 20%

Am Mindesthaltbarkeitsdatum prüften wir in Anlehnung an die Amtliche Sammlung von Untersuchungsverfahren (ASU) nach Paragraph 35 Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG) auf Schimmelpilze, Hefen und Sporen bildende Bakterien.

Schadstoffe: 25%

Auf die Fusarientoxine Deoxynivalenol und Zearalenon prüften wir mit HPLC-FI. Zur Prüfung auf Acrylamid und 3-Monochlorpropandiol (3-MCPD) toasteten wir je vier Scheiben in einem haushaltsüblichen Toaster auf zwei definierte Bräunungsgrade: auf einen jeweils helleren und einen jeweils dunkleren. Die erreichte Bräunung wurde mit einem CIE-LAB-Farbmesssystem kontrolliert, gegebenenfalls wurde die Toastzeit um maximal 10 Sekunden verlängert. Acrylamid wurde mit LC-MS-MS und 3-MCPD nach der Methode von C.M. Breitling-Utzmann et al. (Deutsche Lebensmittel-Rundschau 99, Seite 280f) mit GC-MS analysiert.

Verpackung: 5%

Wir beurteilten Zweckmäßigkeit (z. B. Wiederverschließbarkeit, Originalitätssicherung) und Aufwand.

Deklaration: 15%

Wir prüften die Deklaration gemäß allen lebensmittelrechtlichen Kennzeichnungsvorschriften. Geprüft wurde der deklarierte Buttergehalt und ob bei der Angabe „ohne Konservierungsstoffe“ trotzdem Spuren nachweisbar waren. Wir bewerteten Nährwertangaben, Lesbarkeit, Verbrauchs-, Lagerhinweise und Übersichtlichkeit.

Weitere Untersuchungen

Gemäß ASU nach § 35 LMBG: Trocknungsverlust, Asche, Rohprotein,Fett, Ballaststoffe (zur Berechnung von Kohlenhydratgehalt und Brennwert) sowie Kochsalz, Butteranteil und Konservierungsstoffe. Bei sensorisch auffälligen Proben prüften wir enzymatisch auf Ethanol. Bei Toasts mit Sojamehl prüften wir mit PCR auf gentechnisch veränderte DNA (Screening auf 35S-Promotor).

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