Tipps für die Gartenarbeit Meldung

Im Frühling beginnt für Hobbygärtner die neue Gartensaison. Und es gibt viel zu tun: Stauden sollten jetzt neu gepflanzt oder versetzt werden. Wer es richtig anstellt und Pflanzen mit unterschiedlicher Blühzeit auswählt, kann sich die gesamte Saison über die Farbenpracht im Garten freuen. Und selbst angepflanzte Kräuter sollten auch nicht fehlen. test.de gibt Tipps.

Jahr für Jahr

Ästiger Igelkolben, Mummel, Goldkeule und Bärenfellschwingel – das sind keine mittelalterlichen Folterwerkzeuge, sondern Namen von harmlosen Stauden. Im Allgemeinen werden als Stauden alle „krautigen“ Pflanzen bezeichnet, die jedes Jahr von Neuem austreiben. Das unterscheidet sie von ein- oder zweijährigen Gewächsen. Ihre oberirdischen Triebe verholzen nicht, sondern sterben nach jeder Wachstumsperiode ab. Stauden überwintern in der Erde zum Beispiel als Knollen, Zwiebeln oder Teile des Sprosses. Jetzt ist Pflanzzeit, damit der Garten schon bald in bunten Blüten erstrahlt.

Frühjahr bis Herbst

Damit Sie sich die ganze Saison über an der Blütenpracht erfreuen können, sollten Sie Stauden mit unterschiedlichen Blühzeiten anpflanzen. Chrysanthemen zum Beispiel können sogar noch im November blühen. Kaufen Sie deshalb im Gartenzentrum nicht nur die momentan blühenden Pflanzen. Das wäre zu schade. Erstellen Sie vor dem Einkauf eine Skizze, wie Sie den Garten bepflanzen wollen, und berücksichtigen Sie dabei, wann die Pflanzen jeweils blühen.

Flair und Farbe

Stauden blühen in allen erdenklichen Farben, deshalb sollten Sie die Pflanzen bewusst zusammenstellen. Einige Händler bieten Mischungen an, die farblich oder thematisch aufeinander abgestimmt sind. Mittelmeerflair bringen zum Beispiel Lavendel, Wolfsmilch, Junkerlilie, Blaukissen, Reihfedergras, Kümmelthymian, Salbei und Edeldisteln. Der Standort spielt eine große Rolle. Die meisten Staudenarten bevorzugen sonnige Plätzchen und nährstoffreiche Böden. Prachtspiere, Frauenmantel und Johanniskraut eignen sich auch für halbschattige Stellen, Farne und blattreiche Funkien sogar für schattige.
Tipp: Alles rund um die Gartengestaltung finden Sie in im Handbuch Der eigene Garten.

Der eigene Kräutergarten

Frische Kräuter gehören in jede gute Küche. Wer zum Kochen gern Kräuter verwendet, kann die Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon selbst anbauen. Hobbygärtner haben die Wahl: Sie können die Kräuter selbst aus Samen ziehen (besonders geeignet bei einjährigen Pflanzen wie Basilikum und Koriander) oder Setzlinge kaufen. Das ist vor allem bei mehrjährigen Pflanzen wie Rosmarin und Pfefferminze sinnvoll. Wer es ganz einfach mag, kann aber auch schon größere Pflanzen in Töpfen kaufen. Setzlinge und größere Pflanzen müssen nach dem Kauf schnell in einen Blumentopf oder das Kräuterbeet gepflanzt werden. Wer die Kräuter in Töpfen auf den Balkon stellen möchte, sollte gleich ein größeres Gefäß nehmen: Kräuter wachsen sehr schnell. Als Pflanzgefäße sind Tontöpfe, Holztröge, Kübel aus Steingut, aber auch Balkonkästen aus Kunststoff geeignet. Damit das Wasser ablaufen kann, sollten die Gefäße am Boden Löcher haben. Tonscherben und Kieselsteine sorgen für eine Drainage. Wichtig: Dill und Liebstöckel sind Tiefwurzler. Sie brauchen tiefe Töpfe.

Sonne, Wasser und Erde

Thymian, Rosmarin, Oregano und Salbei stammen aus der Mittelmeerregion. Sie brauchen viel Sonne. Heimische Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Zitronenmelisse kommen dagegen am besten mit einem halbschattigen Standort zurecht. Pralle Sonne ist nichts für diese Pflanzen. Kräuter in Töpfen trocknen schnell aus. Zu viel Wasser bekommt ihnen aber auch nicht. Bei kleineren Töpfen reicht es, das Wasser in den Untersetzer zu gießen. Wichtig für das Pflanzen: Kräuter gedeihen am besten in nährstoffarmer Erde. Herkömmliche Blumenerde ist meist zu stark gedüngt. Sind Kräuter zu gut genährt, geht das zu Lasten des Aromas. Im Handel gibt es spezielle Kräutererde. Ideal zur Ernte ist ein sonniger Spätvormittag. Damit der Wuchs kompakt bleibt, sollten vor allem die weichen Triebspitzen abgepflückt werden. Am besten schmecken Kräuter, wenn sie ganz frisch sind. Doch auch getrocknet behalten viele ihr Aroma. Dazu müssen die Triebe von Salbei, Lavendel oder Rosmarin gebündelt und an einem trockenen und dunklen Ort aufgehängt werden. Wer mag, kann Kräuter aber auch einfrieren. Das Aroma bleibt erhalten.
Tipp: Wenn Sie die Kräuter vor dem Einfrieren klein hacken und in eine Eiswürfelschale mit Wasser geben, sind sie gut portionierbar.

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