Hier finden Sie monatlich einen Tipp zum Thema Foto/Video nicht nur für Anfänger.

Die Zweipunktmessung ist etwas aufwendiger als andere Arten der Belichtungsmessung. Dafür ist sie sehr exakt.

Zuerst entscheidet sich der Fotograf: Welches ist die hellste, welches die dunkelste Stelle im Motiv, die auf dem späteren Bild noch Zeichnung aufweisen soll? Dann bestimmt er durch Spotmessung für beide Extreme die Blendenwerte. Dabei muss er sich natürlich auf dieselbe Belichtungszeit beziehen. Für die Aufnahme sollte er nun die Blendenstufe nehmen, die genau in der Mitte der gemessenen Werte liegt. Damit ist nicht das arithmetische Mittel gemeint, da die Blendenskala nicht linear aufgebaut ist. Statt zu rechnen, zählt der Fotograf nur die Belichtungsstufe ab, die in der Mitte der zwei Extremblenden liegt.

Beispiel: Sie messen an den zwei Punkten die Blenden 2,8 und 16. Dazwischen liegt die Reihe: (2,8) – 3,5 – 4 – 5,6 – 8 – 11 – (16). Mit der mittleren Blende 5,6 wird fotografiert.

Tipp: Noch genauer wird es, wenn man in je zwei hellen und dunklen Motivteilen Detailmessungen macht und den mittleren Blendenwert für jedes Hell-dunkel-Paar ermittelt. Daraus ergibt sich nun die endgültige Blende.

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