Etwa drei Millionen Deutsche leiden unter dauerhaften Ohrgeräuschen (chronischer Tinnitus). Störendes Klingeln, Pfeifen, Brummen oder Zischen ist zwar nicht abzustellen, aber erträglicher zu machen. In der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ stellten Hals-Nasen-Ohren-Ärzte die „Tinnitus-Retraining-Therapie“ vor.

Dabei soll der Patient die Tinnitusgeräusche durch ähnliche Geräusche auslöschen. Die Patienten erhalten dazu spezielle Rauschgeräte. Indem sie sich auf die neuen Geräusche konzentrieren, tritt der Tinnitus mit der Zeit in den Hintergrund, so das Konzept. In mehrtägigen Sitzungen werden Patienten dazu über die Ursachen des Tinnitus und die neue Therapie ausführlich informiert.

Sehr wichtig bei der „Tinnitus-Retraining-Therapie“ ist die begleitende Beratung. Hinzu kommen psychologische Betreuung, Entspannungstechniken und die Geräteversorgung. „Der Patient muss lernen, mit seiner Hörsituation auf neue und andere Weise umzugehen“, sagt Dr. Birgit Mazurek von der Berliner Charité.

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