Timesharing Meldung

Der Wiederverkauf eines Ferien­wohnrechts ist – wenn überhaupt – nur mit großen Verlusten möglich.

Inhaber von Ferienwohnrechten (Time­sharing), die diese wieder loswerden wollen, werden immer öfter von dubiosen Wiederverkaufsfirmen abgezockt. Darauf weist die Schutzvereinigung für Timesharing und Ferienwohnrechteinhaber in Wiesbaden hin.

Die Wiederverkaufsfirmen gaukeln den Inhabern von Teilzeitwohnrechten vor, es gäbe bereits interessierte Käufer und verlangen Geld im Voraus. „Sie verschweigen, dass es in Wirklichkeit keinen Zweitmarkt gibt und ein Verkauf – wenn überhaupt – nur mit großen Verlusten möglich ist“, erklärt Hajo Gekeler, Präsident der Schutzvereinigung. Interessenten gebe es aber keine. Ohnehin habe die Mehrheit der Timesharer ihre zwischen 10 und 30 Jahre gültigen für eine oder zwei Wochen pro Jahr gekauften Wohnrechte gar nicht haben wollen. Den meisten seien die Rechte, die zwischen 5 000 und 30 000 Euro plus jährliche Nebenkosten von bis zu 500 Euro kosten, in Verkaufsveranstaltungen aufgeschwatzt worden.

Die Wiederverkäufer, die stets Adressen im Ausland angeben, melden sich meist telefonisch bei ihren Opfern. Sie kassieren eine Bearbeitungsgebühr von mehreren Hundert Euro und sind anschließend nicht mehr erreichbar.

In Spanien werden laut Gekeler Verkaufswillige besonders übel hereingelegt. Sie werden gefragt, ob ihr Wohnrecht im Grundbuch eingetragen sei. Wenn sie dies verneinen, behaupten die Betrüger wahrheitswidrig, dass dies nach spanischem Recht Pflicht sei. Dann bieten sie an, die Eintragung preisgünstig über einen spanischen Notar vornehmen zu lassen. Dafür kassieren sie 800 Euro Vorkasse. Auch dieses Geld ist verloren.

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