Timesharing

Interview: „Hauptsache weg damit“

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Juristin Andrea Sack, Leiterin des Europäischen Verbraucherzentrums in Kiel, hat immer wieder mit Timesharing-Opfern zu tun, die ihre Wohnrechte am liebsten loswerden möchten.

Wo ist das Problem bei Timesharing?

Die Idee an sich ist nicht komplett übel. Aber wer unbedingt Timesharing möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er finanziell in Vorleistung tritt und sich auf Jahre festlegt, ohne absehen zu können, wie sich seine Urlaubsinteressen entwickeln. Vielleicht bevorzugt er später andere Ziele oder kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr wegfahren. Oder nach Scheidung oder Arbeitslosigkeit wird das Geld knapp.

Warum unterschreiben Kunden dann so etwas?

Viele werden im Urlaub von Profiverkäufern über den Tisch gezogen. Da gibt es eine kleine Lotterie, anschließend werden die Gewinner im Taxi in irgendein Hotel gefahren. Das Ganze muss offenbar sehr überzeugend sein. Jedenfalls entsteht eine Drucksituation. Erst wenn der Verkäufer weg ist, wird vielen ihr Fehler klar.

Dabei sollen doch die Schutzvorschriften der EU helfen.

Die gelten bisher aber nur ab drei Jahre Vertragslaufzeit, und nur beim klassischen Timesharing, wo der Kunde eine konkrete Wohnung für eine konkrete Zeit kauft. Nicht also bei Ferienclub-Mitgliedschaften, wo zum Beispiel „Wohnpunkte“ verkauft werden.

Dann ist das Opfer immerhin nach drei Jahren raus aus dem Vertrag.

Richtig. Das Ganze hat dann zwar einige tausend Euro gekostet, ist aber danach wenigstens vorbei. Schlimmer sind ältere Verträge ohne feste Laufzeit. Wer da einmal drinsteckt, zahlt sein Leben lang. Wer nicht mehr kann, wird bedrängt mit Briefen von Inkassobüros. Die Behörden in Spanien zeigen auch wenig Bereitschaft zur Kooperation mit uns Verbraucherschützern. Nach dem Platzen der Immobilienblase dort und dem massiven Preisverfall sollen die leeren Gebäude wohl irgendwie vermietet werden.

Keine Chance für einen Ausstieg?

Mir ist kein Fall bekannt, wo jemand seine Wohnrechte verkaufen konnte. Und viele wollen sie unbedingt loswerden, die wollen nicht einmal Geld dafür, Hauptsache weg damit.

Dabei werden sie dann oft ein zweites Mal betrogen.

Ja, wer sich bei Verkaufsbörsen registriert, erhält Post von „Vermittlern“, die angeblich schon feste Käufer haben. Die sitzen dann in den USA, Finnland oder Russland. Deshalb sollen vorab Notarkosten bezahlt werden, meist um die 1 500 Euro. Wer die überweist, hört von den Betrügern nie wieder etwas.

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8 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Peter_l68 am 26.02.2019 um 20:30 Uhr
Timesharestop

Meine Recherchen haben ergeben, dass dieser Herr Ewald von Timesharestop selber jahrelang als Verkäufer für eine sehr große und bekannte Timeshare Firma auf gran canaria im Verkauf tätig. Also wenn ich das richtig verstanden habe, hat er erst Geld an den Opfern mit dem Verkauf von Timesharing verdient und jetzt nochmals mit einer Firma die diesen Opfern dann wieder hilft die Verträge zu lösen ?!?!
Ich finde diese Praktiken sehr suspekt!

Harlen am 07.09.2018 um 15:35 Uhr
Timesharestop

Wir waren zuerst sehr skeptisch aber... hatten Erfolg und sind gut beraten von Herrn Ewald in Belgien.
Klare Sprache. Dieser Herr weiß viel über das Thema Timesharing

CJ78 am 18.06.2018 um 15:39 Uhr
Timesharestop

Hallo😊
Ich wollte fragen wer noch Erfahrungen mit Timesharestop gemacht hat? Und vorher wie ich auf Vacon Travel und Liberty Holiday Group reingefallen ist .
Und an Klausanja und Kalore gerichtet würde ich gern direkt Kontakt aufnehmen. Wäre das möglich.
Sie können mir auch unter c.jung10@gmx.de schreiben.

Profilbild Stiftung_Warentest am 02.10.2017 um 14:02 Uhr
Timesharestop

@Linchen2009: Wir haben zu Timesharestop noch nicht berichtet. Daher können wir Ihnen nicht mit Detailinformationen dazu dienen. (maa)

Linchen2009 am 30.09.2017 um 07:56 Uhr
Fragen

Habe im Internet auch von Timesharestop in Holland gelesen. Funktioniert das wirklich. Bin da sehr vorsichtig geworden.