Timesharing Meldung

Tui will sich am Timesharing-Anbieter Anfi del Mar S. A. beteiligen. Eine Unschuld vom spanischen Lande kauft der Touristikriese damit nicht.

Touristen kaufen sich für lange Zeit das Recht, in einer Anfi-Anlage auf Gran Canaria oder in der Schweiz jedes Jahr ein paar Tage oder Wochen Urlaub zu machen. Doch Anfi verlangt dafür unzulässige Anzahlungen. Geworben wird mit der Gewinnmasche: Urlauber werden an kanarischen Stränden zu Gewinnspielen gelockt, gewinnen prompt und "dürfen" den Preis bei der Anfi abholen. Dort werden sie allerdings von geschulten Verkäufern in mehrstündigen Gesprächen zum spontanen Kauf eines Wohnrechts gedrängt. Kostenpunkt laut Tui: mindestens 23.000 Mark.

Der Stiftung Warentest sind Fälle bekannt, in denen vor Ort verbotenerweise Anzahlungen von mehreren Tausend Mark kassiert wurden. Trotz Widerrufen von Kunden behielt die Anfi die Anzahlungen. Im November behauptete Tui noch, Anfi del Mar hätte den europäischen Verbraucherschutz beim Verkauf von Ferienwohnrechten vorbildlich umgesetzt. Finanztest hat dies widerlegt. Jetzt verspricht Tui, alle bekannt werdenden Fälle zu prüfen.

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