Timesharing Meldung

Vor allem die Balearen und die Kanaren sind ein Eldorado für Timesharing-Verkäufer. Gegen einige Zigtausend Mark drehen sie nichts ahnenden Urlaubern Wohnrechte in einer Ferienanlage an: "Jedes Jahr für eine Woche ist die Traumwohnung Ihre" ­ allerdings zu unglaublichen Preisen: Das Landgericht Duisburg (Az. 8 O 129/93) errechnete für ein Appartement auf Gran Canaria, wo es ähnliche Wohnungen schon um die 2.000 Mark gab 19.576,88 Mark pro Quadratmeter. Laufende Kosten für Anreise, Verwaltung, Reparaturen kommen hinzu. Kein Wunder, dass Time-Sharing meist teurer ist als eine vergleichbare Pauschalreise.

Vorsicht: Um die zehntägige Widerrufsfrist auszuschalten, sprechen Geschäftemacher am Strand gezielt blasse Neuankömmlinge an, die noch mehr als zehn Tage Urlaub vor sich haben. Oder es werden Verträge rückdatiert, angeblich wegen der günstigeren Konditionen der Vorwoche. Neu sind Verträge mit nur 35 Monaten Laufzeit ­ die Schutzregelungen des Timesharing-Gesetzes gelten erst ab 36 Monaten. Oft ist fälschlicherweise von "Clubmitgliedschaften" oder "Aktien" die Rede. Als Köder dienen Gewinnspiele: Für die Preisverleihung wird man per Taxi in ein Büro gefahren und dort stundenlang massiv mit Vertragsangeboten bearbeitet.

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