Vor allem in Spanien werden Urlauber mit dem sogenannten Time­sharing über den Tisch gezogen. Besonders auf den Kanaren sind Drücker­truppen unterwegs, die Teil­zeit­wohn­rechte in Ferien­domizilen teuer an ahnungs­lose Touristen losschlagen. Dennoch hat ausgerechnet Spanien die neue EU-Richt­linie gegen Time­sharing bisher nicht umge­setzt, ebenso wenig Polen, Slowenien und Litauen. Die EU-Kommis­sion leitet jetzt recht­liche Schritte gegen diese Staaten ein. „Sie hatten mehr als zwei Jahre Zeit, ihre Haus­aufgaben zu erledigen“, erklärt Justiz­kommis­sarin Viviane Reding. Die Richt­linie sieht vor, dass Verbraucher 14 Tage lang vom Vertrag zurück­treten können und Anbieter in dieser Zeit keine Anzahlung oder Kaution verlangen dürfen. Time­sharing lohnt fast nie. Die Abzo­cker sprechen ihre Opfer oft auf der Straße an, etwa mit einer angeblich unver­bindlichen Meinungs­umfrage, mit Gewinn­spielen oder Gratis­ausflügen. Dann wechseln sie zum Thema Time­sharing, versprechen hohe Renditen, die sich später als Lüge entpuppen.

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