Tipps

... wenn Sie trotz allem ein Wohnrecht kaufen wollen:

  • Prospekt. Unterschreiben Sie keinen Vertrag, wenn Ihnen keine Prospekte über die Ferienanlage und beteiligte Unternehmen in deutscher Sprache ausgehändigt werden.
  • Besichtigung. Kaufen Sie niemals ein Wohnrecht, ohne das Ferienapartment besichtigt zu haben. Kriminelle Anbieter verkaufen Ihnen sonst Schrottimmobilien oder gar nicht existente Apartments.
  • Anbieter. Stellen Sie fest, wer Verkäufer und wer Verwalter der Anlage ist. Lassen Sie sich eine Ansprechadresse für Konfliktfälle geben. Fragen Sie bei einer deutschen Stelle (Konsulat, Botschaft) nach, ob diese auch wirklich existiert. Verlassen Sie sich niemals nur auf eine Telefon- oder Faxnummer.
  • Kosten. Berechnen Sie detailliert alle Kosten für Ihr Ferienwohnrecht. Dazu gehören :
    1. jährlich anfallende Unterhaltskosten für die Anlage (bis zu 500 Euro)
    2. eine Aufnahmegebühr (etwa 200 Euro) und jährliche Mitgliedsbeiträge (etwa 100 Euro) für einen internationalen Tauschclub, wenn Sie nicht jahrelang an den selben Ort reisen wollen.
    3. Gebühren beim Tausch mit einer anderen Timesharing-Wohnung (etwa 100 bis 150 Euro pro Tauschwoche)
  • Reisekosten. Bedenken Sie, dass beim Timesharing - anders als bei einer Pauschalreise - zusätzliche Kosten für An-, Abreise und Verpflegung anfallen.
  • Clubmitgliedschaft. Lassen Sie sich keine Mitgliedschaft andrehen, die auf 35 Monate begrenzt und mit Ferienwohnrechten verknüpft ist. Für diese verdeckten Timesharing-Verträge gilt weder ein Anzahlungsverbot noch ein Widerrufsrecht.
  • Kündigung. Wichtig: Sie können Ihr Wohnrecht nicht vor Ablauf des Vertrags kündigen. Auch nicht, wenn Sie krank werden oder nicht mehr reisen können.
  • Anzahlung. Leisten Sie keine Anzahlung vor Ablauf der Widerrufsfrist.
  • Widerruf. Sie können den Vertrag binnen 14 Tagen widerrufen, wenn Ihnen nach der Unterschrift noch Zweifel kommen.
  • Sonderrabatte. Lassen Sie Ihren Vertrag nicht zurückdatieren, um noch mögliche „Sonderrabatte“ des vergangenen Monats zu bekommen. Dadurch verlieren Sie das 14-tägige Widerrufsrecht.
  • Gerichtsstand. Vereinbaren Sie einen deutschen Gerichtsort. Sonst haben Sie im Schadensfall Probleme, Ihr Recht im Ausland durchzusetzen.
  • Wiederverkauf. Glauben Sie nicht, dass Ferienwohnrechte jederzeit wieder verkäuflich sind. Dies ist nur mit erheblichen Verlusten möglich. Grund: Es gibt keinen funktionierenden Zweitmarkt für den Verkauf von Wohnrechten.
  • Provisionen. Zahlen Sie niemals vorab Provisionen an Wiederverkaufsfirmen. Seriöse Unternehmen verlangen erst Geld, wenn Sie das Wohnrecht verkauft haben.

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