Die Staatsanwaltschaft in Baden-Baden ermittelt wegen Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz gegen die Tigura AG in Zürich mit deutscher Vertretung in Bühl. Auch die Eidgenössische Bankenkommission befasst sich bereits mit Tigura. Gleich mehrere Anlageangebote der Firma sind in die Kritik geraten.

Die Tigura AG verspricht mehr, als sie vermutlich halten kann: Für eine Festgeldanlage ab 5.000 Mark für zwölf Monate verspricht sie 5 Prozent Zinsen. Wer 2.000 Mark für drei Jahre im Programm "Taps" anlegt, soll 9,5 Prozent Rendite erhalten. Satte 12 Prozent verspricht die Tigura AG für eine fünfjährige Anlage ab 10.000 Mark. Die Gebühren für die Anlage betragen 5 Prozent auf die Anlagesumme. Erwirtschaften will die Tigura die Renditen mit nicht näher bezeichneten Anlagen in Wertpapiere, Immobilien, Devisen und Unternehmensbeteiligungen.

Das Grundschuldbrief-Programm der Tigura AG bezeichnet der Münchener Rechtsanwalt Martin Arendts schlicht als betrügerisch. Hier werden Anlegern monatlich Gewinne von 2 Prozent brutto, bei einer Laufzeit von 24 Monaten 48 Prozent Gesamtbruttogewinn versprochen.

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