Tier­wohl Hunderudel darf nicht getrennt werden

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Tier­wohl - Hunderudel darf nicht getrennt werden
Wer bekommt die Hunde nach der Trennung? © Fotolia / Dora Zett

Das Tier­wohl steht im Mittel­punkt eines Urteils des Ober­landes­gerichts (OLG) Nürn­berg (Az. 10 UF 1429/16): Ein Rudel von vier Hunden darf nicht auseinander­gerissen werden. Das Urteil ist bemerkens­wert, weil Haustiere recht­lich immer noch als Gegen­stände gelten.

Der Fall

Ein Ehemann hatte nach der Trennung von seiner Frau gefordert, dass zwei Hunde bei ihm und zwei bei seiner Frau leben sollen. Das Amts­gericht Nürn­berg hatte das bereits abge­lehnt, der 10. Familien­senat des OLG bestätigte sein Urteil. Alle Hunde bleiben bei der Frau. Das Ehepaar hatte insgesamt sechs Hunde gehalten, die nach der Trennung bei der Frau lebten. Zwei Tiere starben kurz danach.

Das Urteil

Juristisch gelten Hunde als Gegen­stände. Nach Ansicht des Gerichts müssen sie dennoch anders behandelt werden als Dinge. Die Tiere hätten durch die Trennung der Halter und den Tod ihrer Artgenossen einiges durch­gemacht. Ein neuer Wechsel der Umge­bung und der Bezugs­person sei nicht zumut­bar.

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