Drei von vier Verbrauchern wünschen sich eine Tier­schutz­kenn­zeichnung auf Verpackungen. Das ergab eine Emnid-Umfrage im Auftrag des Bundes­ministeriums für Ernährung und Land­wirt­schaft (BMEL). Doch bislang sind entsprechende Label kaum verbreitet. Produkte, die etwa mit dem vor rund einem Jahr einge­führten Tier­schutz­label des Deutschen Tier­schutz­bundes gekenn­zeichnet sind, gibt es bislang erst in 8 000 Supermarkt­filialen. „Wir hätten uns mehr gewünscht“, sagt Tier­schutz­bund-Präsident Thomas Schröder. So reagiere der Handel bislang nur zögerlich auf die Initiative. Eine gesetzliche Regelung ist nicht in Sicht. Dabei belegen viele Studien die teils schlechten Zustände in der Masttierhaltung. Die Ludwig-Maximilians-Universität München etwa wies kürzlich nach, dass 70 Prozent der als Mast­hühner gehaltenen Rasse „Ross 308“ aufgrund der schnellen Gewichts­zunahme Ganganomalien haben, 30 Prozent leiden an krankhaften Veränderungen der Fersenhö­cker.

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