Tierkranken­versicherung Test

Haustiere sind für viele Menschen treue Begleiter im Leben. 2014 lebten rund zwölf Millionen Katzen und 7 Millionen Hunde in deutschen Haushalten. Erkrankt so ein Tier schwer, summieren sich die Kosten schnell. Die Stiftung Warentest hat Kranken­versicherungs-Tarife für Hunde und Katzen untersucht. Fazit: Das Angebot ist über­schaubar – und keine Versicherung über­zeugt völlig. Worauf Tierhalter beim Abschluss einer Police achten sollten, verrät unser Test.

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TestTierkranken­versicherungFinanztest 02/2016
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Operationen und Klinik­aufenthalt gehen ins Geld

Die Kosten für jähr­liche Routine­unter­suchungen belaufen sich bei Hunden im Schnitt auf rund 200 Euro und bei Katzen auf rund 120 Euro. Steht ein Klinik­aufenthalt oder eine OP an, können die Ausgaben stark steigen. Das passiert vor allem dann, wenn Diagnose­verfahren wie MRT genutzt werden, und das Tier narkotisiert werden muss. Schnell kommen so allein für die Vorunter­suchung 750 Euro zusammen. Wer als Tierhalter die Kosten für teure Unter­suchungen und Operationen im Griff behalten will, kann eine Kranken­versicherung für sein Tier abschließen. Doch dieser Schutz hat seinen Preis, wie unser Test zeigt.

OP-Schutz güns­tiger als Rund­umschutz

Finanztest hat 18 Tarife von 5 Versicherern untersucht, die bei Unfall oder Krankheit oder nur bei Unfall leisten. 8 Angebote sind Operations­kosten­versicherungen und 10 Krankenvoll­versicherungs­tarife, die auch für Heilbe­hand­lungen und Vorsorge zahlen. Alle fünf Versicherer bieten für Hund und Katze je zwei Tarif­arten an: den Operations­kosten­schutz und den teureren Krankenvoll­schutz. Hohe OP-Kosten sichern beide ab. Bei den Voll­tarifen werden zudem Heilbe­hand­lungen und einge­schränkt auch Vorsorgemaß­nahmen wie etwa Impfungen über­nommen. Der OP-Schutz ist etwas güns­tiger zu haben als der Rund­umschutz.

Nied­rige Beiträge oder viele Leistungen?

Wer eine Versicherung abschließen will, sollte sich den Vertrag genau anschauen. Jeder Tarif hat seine Tücken. Der Tierhalter muss sich entscheiden, ob ihm nied­rige Beiträge oder umfang­reiche Leistungen wichtig sind. Beides zusammen gibt es nicht, wie unsere Unter­suchung ergab. Es gibt sogar Tarife, die teuer sind und dennoch nur beschränkt leisten.

Voll­versicherung immer mit Selbst­behalt

Sämtliche Voll­versicherer verlangen, dass der Tierhalter einen Teil der Rechnung über­nimmt. Meist sind das 20 Prozent. Bei den OP-Versicherungen verzichten einige Tarife auf den Selbst­behalt. Hat das Tier eine Vorerkrankung, behalten sich die Anbieter – wie beim Menschen – vor, einen höheren Beitrag zu verlangen, die Erkrankung aus dem Vertrag auszuschließen oder die Versicherung ganz zu verweigern. Schwierig und je nach Anbieter teurer ist es auch, ein älteres Tier zu versichern. Halter sollten ihre Tiere deshalb jung versichern, wenn sie in der Regel noch gesund sind.

Das bietet der Test

Unsere Test­tabellen zeigen

  • die Band­breite der Jahres­beiträge je Anbieter für Hunde- bzw. Katzen-Policen
  • die Jahres­beiträge für ausgewählte Hunde­rassen: Jack Russell, Deutscher Schäferhund, Labrador sowie mittel­große Misch­lings­hunde
  • die Jahres­beiträge für Katzen, differenziert nach: Hauskatze Wohnung, Hauskatze Freigang, Maine-Coon-Katze (Amerikanische Wald­katze)
  • welche Erstattungs­höchst­grenzen für Heilbe­hand­lungen beziehungs­weise Operationen gelten
  • welches Höchst­eintritts­alter für Hunde beziehungs­weise Katzen beim jeweiligen Versicherer gilt
  • ob Vorsorgeleistungen und Unterbringungs­kosten erstattet werden
  • welche Rege­lungen hinsicht­lich Arzt­wahl und Auslands­auf­enthalten gelten.

Auch Kranken­versicherungen für Pferde getestet

Die Stiftung Warentest hat aktuell auch Krankenversicherungen für Pferde getestet: Mit nur drei Versicherern ist der Markt hier recht über­schaubar. Als einziges Unternehmen bietet die Uelzener Versicherungen einen Pferdevoll­schutz an. Was Beitrags­höhe (Jahres­beiträge: 95 - 500 Euro) und Leistungs­umfang angeht, unterscheiden sich die Policen stark.

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