Wird ein Hund auf behördliche Anordnung ins Tierheim gesteckt, muss sein Besitzer die Unterbringung bezahlen. Das entschied das Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße im Fall des Staffordshire-Terriers Paul (Az. 5 K 1373/06.NW). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Tier lebt seit Juli 2003 im Tierheim. Dadurch entstanden pro Jahr Kosten in Höhe von 3 700 Euro. Als das Ordnungsamt das Geld vom Besitzer des Terriers haben wollte, ging dieser vor Gericht. Die Richter entschieden allerdings, dass Pauls Herrchen die Tierheimkosten bezahlen muss und nicht die Allgemeinheit.

Von der Zahlungspflicht könne er sich nur befreien, wenn er das Tier einem geeigneten und zuverlässigen Halter überlasse.

Dieser Artikel ist hilfreich. 515 Nutzer finden das hilfreich.