Mieter, die gern einen Hund oder eine Katze hätten, laut Mietvertrag aber keine Tiere halten dürfen, haben jetzt gute Aussichten. Der Bundesgerichtshof hat die in vielen Mietverträgen verwendete Klausel gekippt: „Jede Tierhaltung, insbesondere von Hunden und Katzen, mit Ausnahme von Ziervögeln und Zierfischen, bedarf der Zustimmung des Vermieters“ (Az. VIII ZR 340/06).

Diese Klausel im Mietvertrag ist schon deshalb unwirksam, weil sie genau genommen auch das Halten anderer Kleintiere wie Hamster, Meerschweinchen oder Schildkröten vom Okay des Vermieters abhängig macht. Genau das geht aber nicht: Kleintiere dürfen nicht verboten werden, es sei denn ausnahmsweise, wenn Mitbewohner durch sie gestört werden. Wo die unwirksame Klausel verwendet wurde, muss nun in jedem Einzelfall verhandelt werden. Ein Verbot ist nur möglich, wenn der Vermieter ausreichend Gründe dafür anführt. Offen bleibt, wie die Richter bei Mietverträgen urteilen würden, die die Haltung von Kleintieren zulassen und nur größere Tiere verbieten.

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