Tierhaltung Meldung

Frisch­linge. Sie sind niedlich, aber keine Haustiere.

Wild­schweine haben in Wohn­gebieten nichts verloren. So entschied das Verwaltungs­gericht Gießen per Eilverfahren (Az. 4 L 1922/19.GI, 4 L 1940/19.GI).

Der Fall: Zwei Grund­stückeigentümer in Gießen hatten in ihrem Vorgarten seit Jahren einen ausgewachsenen Keiler gehalten. Später kam ein weiterer, im November 2018 geborener Keiler hinzu. Das Veterinär­amt stellte bei Kontrollen fest, dass die Tiere nicht artgerecht gehalten wurden. Darauf­hin trans­portierte das Amt die Wild­schweine ab und brachte sie anderweitig unter. Die Halter wehrten sich dagegen mit gericht­lichen Aussetzungs­anträgen.

Doch das Gericht gab dem Veterinär­amt recht. Das Tier­schutz­gesetz erlaube, dass die Behörde gegen Halter vorgeht, um aktuelle und künftige Verstöße zu verhindern. Es gäbe keine Alternative dazu, die Tiere in einer artgerechten Umge­bung unter­zubringen.

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