Tierhalterhaft­pflicht Meldung

Bei einem Reit­unfall haftet der Pferdehalter unter Umständen selbst dann, wenn er der verunglückten Person gar nicht erlaubt hat, sein Pferd zu reiten.

Eine Reiterin hatte unter anderem einen Oberkieferbruch erlitten, als sie ein Pferd reiten wollte, das dem Reithallen­besitzer gehörte. Der weigerte sich, die verlangten 20 000 Euro Schmerzens­geld zu zahlen. Die Frau sei ohne sein Einverständnis geritten und trage außerdem Mitschuld an dem Unfall, da sie keinen Reithelm trug und beim Aufsitzen die Zügel nicht aufgenommen hatte.

Der Besitzer eines Pferdes muss auch für Schäden haften, wenn sich jemand unbe­fugt einem Tier nähert, entschied der Bundes­gerichts­hof (Az. VI ZR 13/12). Zu klären ist aber, ob die Reiterin eine Mitschuld an ihrem Sturz trifft.

Tipp: Pferde­besitzer sollten auf jeden Fall eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abschließen. Im Zweifel sind sie immer dran, selbst wenn jemand unerlaubt in den Stall eindringt und verletzt wird.

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