Tierhalterhaftpflicht Meldung

Bricht eine in Panik geratene Kuh von einer Koppel aus, muss ihr Besitzer nicht immer für die Schäden anderer aufkommen. Zwei Pkw-Fahrer, denen eine Kuh vors Auto gelaufen war, blieben auf dem Schaden von mehr als 10 000 Euro sitzen.

Der Grund für die Panik ließ sich nicht klären und so konnte sich der Landwirt auf sein sogenanntes Haftungsprivileg berufen. Danach haftet der Bauer nicht, wenn nachweisbar ist, dass der Schaden auch entstanden wäre, wenn er seine Sorgfaltspflicht erfüllt hätte. Dies sah das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein in diesem Fall als erwiesen an (Az. 7 U 13/08).

Selbst ein fester Zaun, der nach Ansicht des Sachverständigen für Jungrinder notwendig wäre, hätte einer Panikreaktion des trächtigen Tieres nicht standgehalten, führten die Richter aus. Den Bauern treffe keine Schuld.

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