Tierhalterhaftpflicht Meldung

Bissige Hunde müssen so weggesperrt werden, dass sie Kinder nicht gefährden können. Das Landgericht Koblenz verurteilte einen Hundehalter dazu, 1 500 Euro Schmerzensgeld an die Eltern eines Jungen zu zahlen. Der Achtjährige hatte sich dem Hund genähert, obwohl Erwachsene ihn vor dem aggressiven Tier gewarnt hatten. Der Hund sprang ihn an und biss ihn ins Gesicht.

Der Hundebesitzer hätte das Tier wegsperren müssen, anleinen genügt nicht. Denn der Hund hatte bereits früher Menschen attackiert. Allerdings bewertet das Gericht die Mitschuld des Kindes mit 25 Prozent, weil es sich über die Warnung hinweggesetzt hatte (Az. 11 O 660/07).

Tipp: Beißt ein Hund zu, hilft dem Besitzer des Tieres seine private Haftpflichtversicherung nicht weiter. Hundehalter brauchen vielmehr eine spezielle Tierhalter-Haftpflichtversicherung.

Dieser Artikel ist hilfreich. 391 Nutzer finden das hilfreich.