Tierhalterhaft­pflicht Auch von zahmen Eseln geht eine erhöhte Gefahr aus

22.11.2017
Tierhalterhaft­pflicht - Auch von zahmen Eseln geht eine erhöhte Gefahr aus
Eselei. Auch diese Tiere machen Dumm­heiten. © Thinkstock

Auch zahme Esel zählen nicht zu den von der Privathaft­pflicht­versicherung erfassten Tieren. Richten sie Schäden an, greift der Versicherungs­schutz nicht, hat das Ober­landes­gericht Dresden entschieden (Az. 4 W 977/16). Geklagt hatte eine Besitzerin von zwei Eseln, die allein zum Zeit­vertreib und Spielen für Kinder gehalten wurden. Als die Halterin vergaß, den Elektrozaun der Koppel einzuschalten, gelangten die Tiere auf die Straße und verursachten einen Verkehrs­unfall. Die Besitzerin wollte ihre private Haftpflichtversicherung in Anspruch nehmen, die aber lehnte ab. Um gegen ihren Versicherer vor Gericht zu ziehen, verlangte die Frau Prozess­kosten­hilfe. Doch sowohl das Land- als auch das Ober­landes­gericht wiesen den Antrag wegen unzu­reichender Erfolgs­aussichten des Rechts­streits ab. Begründung der Richter: Auch für zahme Esel müsse eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abge­schlossen werden, weil von ihnen eine erhöhte Gefahr ausgeht. Der Ausschluss aus der privaten Haft­pflicht­versicherung sei daher rechtens.

22.11.2017
  • Mehr zum Thema

    Tierhalterhaft­pflicht Alles was Tierhalter wissen müssen

    - Wer ein Haustier besitzt, muss für dessen Schäden haften. Tierhalter brauchen eine gute Haft­pflicht­versicherung. Stiftung Warentest erklärt, wie sie sich gut absichern.

    Tödliche Kuh-Attacke Bauer muss hohen Schaden­ersatz zahlen

    - Nach jahre­langem Rechts­streit hat der Oberste Gerichts­hof in Wien jetzt entschieden: Der Besitzer einer Kuhherde muss den Hinterbliebenen einer tödlich verunglückten...

    Leserfrage Darf ich zu Hause bleiben, wenn Kitty krank ist?

    - Für viele Menschen gehören Katze oder Hund zur Familie. Doch dürfen Arbeitnehmer zu Hause bleiben, wenn ihr Haustier krank ist? Nur in ganz bestimmten Fällen, erklärt der...