Eselei. Auch diese Tiere machen Dumm­heiten.

Auch zahme Esel zählen nicht zu den von der Privathaft­pflicht­versicherung erfassten Tieren. Richten sie Schäden an, greift der Versicherungs­schutz nicht, hat das Ober­landes­gericht Dresden entschieden (Az. 4 W 977/16). Geklagt hatte eine Besitzerin von zwei Eseln, die allein zum Zeit­vertreib und Spielen für Kinder gehalten wurden. Als die Halterin vergaß, den Elektrozaun der Koppel einzuschalten, gelangten die Tiere auf die Straße und verursachten einen Verkehrs­unfall. Die Besitzerin wollte ihre private Haftpflichtversicherung in Anspruch nehmen, die aber lehnte ab. Um gegen ihren Versicherer vor Gericht zu ziehen, verlangte die Frau Prozess­kosten­hilfe. Doch sowohl das Land- als auch das Ober­landes­gericht wiesen den Antrag wegen unzu­reichender Erfolgs­aussichten des Rechts­streits ab. Begründung der Richter: Auch für zahme Esel müsse eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abge­schlossen werden, weil von ihnen eine erhöhte Gefahr ausgeht. Der Ausschluss aus der privaten Haft­pflicht­versicherung sei daher rechtens.

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